Lessing-Gymnasium Döbeln

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31.10. St.-Petersburg-Rap überzeugt Jury

Preisverleihung Bundeswettbewerb Fremdsprachen 2021

Am 6. Oktober 2021 war es soweit – das Landesamt für Schule und Bildung hatte zur Preisverleihung des diesjährigen Bundeswettbewerbs Fremdsprachen in den Dresdner Landtag eingeladen. Wir – Maja, Oskar und Ian Sanne – waren dabei und nahmen stellvertretend für die Projektgruppe Russisch einen 1. Preis im TEAM-Wettbewerb entgegen.

Unser Projekt Die Idee hierfür war schon vor längerer Zeit, in der 9. Klasse, entstanden. Angeregt von der Behandlung der Stadt PETERSBURG im Unterricht, sollte eigentlich ein cooler RAP entstehen, der die Schönheit der berühmten russischen Metropole beschreibt. Ideen hatten wir viele, es war sogar schon ein Workshop mit einem Rapper geplant. Und dann kam der Lockdown. Eine Entscheidung musste her: Aufgeben oder weitermachen? Sie fiel schnell und zugunsten der zweiten Option. Und so starteten wir einen erneuten Versuch. Dieses Mal sollte eine russische Version des kultigen RADIO PSR Sachsensongs „Hör off de Muddi“ entstehen. Und los ging’s. Wir sammelten Fakten und jede Menge Fotos und dichteten los: Jeder eine Strophe, zunächst auf Deutsch, dann auf Russisch. Zugegeben, es war nicht ganz einfach, da wir inzwischen viel mehr über Petersburg wussten, als wir ausdrücken konnten. Aber wir haben es hinbekommen. Danach haben wir unsere Texte eingeübt und aufgenommen, jeder von zu Hause aus. Und zum Schluss wurde alles zusammengefügt und mit Fotos unterlegt – so ist ein kleiner Videobeitrag entstanden. Er zeigt vielfältige Facetten der 1703 von Peter dem Großen gegründeten Stadt an der Newa: ihre beeindruckende Lage und Architektur, viele bekannte Kunstwerke, Momente tragischer Geschichte, pulsierendes Leben der Gegenwart … Das „Fenster nach Europa“, wie Puschkin die Stadt bezeichnet hat, hat seine eigene, ganz besondere Seele.
Am Ende waren wir mit unserem Produkt zufrieden, das Video macht einfach gute Laune. Und die Arbeit daran hat Spaß gemacht. Jetzt fehlen uns eigentlich nur noch die Tickets nach Petersburg …

Meinung der Betreuungslehrerin Frau BroschDen 1. Preis haben die Schüler echt verdient. Mich hat beeindruckt, wie motiviert und selbstständig sie die Sache trotz des Lockdowns durchgezogen haben. Wir haben uns während der Arbeit am Projekt kein einziges Mal live treffen können, alles lief per Videokonferenz. Unterstützung hatten wir aus Moskau – unsere ehemalige Sprachassistententin Maria Shlykova, die jetzt in Moskau wohnt, hat die fertigen Texte aufgesprochen, damit sie besser trainiert werden konnten. Technisch wäre der Beitrag sicherlich noch qualitativ besser geworden, wenn wir ihn unter gleichen Bedingungen für alle in der Schule aufgenommen hätten. Aber das ging ja leider nicht. Aber ehrlich gesagt, das ist mir nicht so wichtig. Wichtig finde ich, dass die Schüler den Beitrag unbedingt machen wollten – allen Widrigkeiten der Pandemie zum Trotz! Und da spielte es für mich keine Rolle, dass einer der Jungs gerade im Stimmbruch war, einer eigentlich nicht wirklich singen kann und nicht alle super technisch ausgerüstet waren. Aber sie waren engagiert bei der Sache und haben gemeinsam ein gutes Ergebnis erreicht, und das zählt!

Am Projekt nahmen teil:Maja Ott und Emily Pilz (10c),Ian Sanne, Justus Morgenstern, Leonard Künniger, Oskar Elsner und Kevin Ullmann (9a).