Lessing-Gymnasium Döbeln

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10.07. Trinkbrunnen fürs Döbelner Gymnasium

Vor dem Anbau der Rollos werden alle Fenster kontrolliert und bei Bedarf saniert. Auch in der Schule hat sich was getan.

Die Hofseite der Körnerplatzschule ist eingerüstet. Alle Klassenzimmer der Außenstelle des Gymnasiums bekommen ab August einen wirksamen Sonnenschutz, teilte Stadtsprecher Thomas Mettcher auf Anfrage des DA mit. Derzeit würden die unmittelbaren Vorbereitungen dafür laufen. Bisher wird die Sonneneinstrahlung nur durch Lamellenvorhänge im Inneren gemildert. In der kommenden Woche beginnen die Tischlerarbeiten. „Die Arbeiten beginnen auf der Hofseite der Schule, danach ist der Südgiebel dran und zum Schluss wird die Westseite ausgestattet. Zum Schuljahresbeginn Anfang September sollen die Arbeiten beendet sein", sagte Mettcher.

Die Freunde über den neuen Trinkbrunnen in der Körnerplatzschule ist groß. Möglich gemacht haben den Einbau des Trinkwasserspenders die Stadt Döbeln, der Förderverein des Gymnasiums und Thomas Hannuschka vom Besattungshaus Illgen. Fotos: Lars Halbauer

Vor dem Einbau des Sonnenschutzes werden die Fenster noch einmal grundlegend überprüft und bei Bedarf instand gesetzt. Dabei werden beispielsweise auch die Schließsysteme der Fenster kontrolliert, so Thomas Mettcher. Schulleitung und Tischlerfirma hätten sich so abgestimmt, dass in den Räumen, an deren Fenstern gearbeitet wird, kein Unterricht stattfinde. Anschließend erhalten die Fenster einen neuen Anstrich.

Ab August wird dann das Unternehmen Alfred Brasse Sonnenschutz- und Verdunklungsanlagen aus Leisnig für reichlich 100.000 Euro die Sonnenschutzrollos von außen anbringen, die künftig über Funk gesteuert werden.
Mit dem neuen Sonnenschutz sollen in den Klassenräumen gute raumklimatische Bedingungen geschaffen werden. Das Vorhaben wurde Anfang des Jahres mit der Denkmalschutzbehörde abgestimmt und sandfarbige Rollos passend zur Fassade gewählt. Die verwendeten Vorbaukästen sind relativ klein und unauffällig.

Schon kurz vor Ende des Schuljahres gab es zwei weitere Neuerungen in der Außenstelle des Gymnasiums. Zehn große Tafeln mit europäischen Sprüchen in der Landessprache und in Deutsch sowie einem passenden Tier wurden in den Gängen aufgehängt. Die Finanzierung übernahm der Förderverein des Gymnasiums.

Die Körnerplatzschule, Außenstelle des Lessinggymnaslums, ist jetzt auf der Hofselte eingerüstet. Die Fenster bekommen einen Sonnenschutz. Außerdem wurde gestern der Trinkbrunnen eingeweiht.

Gestern wurde der Trinkbrunnen eingeweiht. Schulleiter Michael Höhme bezeichnete das als Erfolg. Denn der Brunnen ist das Ergebnis eines Demokratieprojektes der Schüler, gefördert von der Sächsischen Jugendstiftung. 500 Euro stand dem Schülerrat als Startgeld zur Verfügung. Zunächst wurde demokratisch abgestimmt, welches Vorhaben umgesetzt werden soll. Auf der Wunschliste der Schüler standen unter anderem mehr Grün auf dem Pausenhof, eine Holzhütte als Unterstand oder Sitzmöglichkeiten in den Gängen. „Die Schüler haben sich mehrheitlich für den Trinkbrunnen entschieden-, so Schülersprecherin Lisa Portzig, die auch die Steuerungsgruppe des Vorhabens leitete. Doch ohne finanzielle Unterstützer hätte der Brunnen nicht eingeweiht werden können. So übernahm es die Stadt, die notwendigen Installationsarbeiten zu finanzieren. Thomas Hannuschka, Inhaber des Bestattungshauses Illgen, spendete Geld zum Erwerb des Brunnens. Auch vom Förderverein gab es eine Finanzspritze.

Döbelner Anzeiger
Sylvia Jentzsch
10.07.2021


Demokratie für einen Trinkbrunnen

Ein Demokratieprojekt hat sich an der Außenstelle des Lessing-Gymnasiums in Döbeln in einen Trinkbrunnen verwandelt. Die Idee, die etwa 200 Fünft- und Sechstklässler am Gymnasium mit dieser Trinkgelegenheit auszustatten, stammt aus einem Ideenwettbewerb. Die Schule hatte sich im vergangenen Schuljahr für das Projekt „Deine Idee, Deine Schule, Deine Entscheidung“ angemeldet, das die Jugendstiftung, der Landesschülerrat und das Kultusministerium ausgeschrieben haben. Drei Jahre lang bekommt die Schule 1500 Euro. „Die Schüler sollen in einem demokratischen Mitbestimmungsprozess entscheiden, wie das Geld investiert wird“, schildert Schülersprecherin Lisa Porzig. Bei den kleinen Gymnasiasten am Körnerplatz setzte sich der Trinkbrunnen durch. 500 Euro aus dem Budget wurden bereitgestellt. Das Bestattungsunternehmen Illgen von Inhaber Thomas Hannuschka, die Stadtverwaltung und der Schulförderverein spendierten den fehlenden Rest. Foto: S. Bartsch

Kommentar

Demokratie braucht auch Geduld
von Thomas Sparrer

Auch Geld ausgeben kann ein demokratischer Prozess sein. Das zeigte das Projekt „Deine Idee, Deine Schule, Deine Entscheidung“ am Lessing-Gymnasium Döbeln. Schülerräte und Schulsozialarbeiterin hatten das drei Jahre hinterander mit je 1500 Euro für die Schule dotierte Angebot gefunden und das LGD erfolgreich angemeldet. Das Positive: Die Schüler durften selbst entscheiden, wofür das Geld eingesetzt werden soll. Dazu mussten demokratische Strukturen aufgebaut und ein Konsens gefunden werden. Spaßideen mussten fair aussortiert, Machbarkeiten abgeklopft und ein gemeinsamer Nenner gefunden werden. Der hieß etwa: Es muss möglichst vielen Schülern zugute kommen. Und so wurde abgestimmt, dass für die jüngeren Schüler der Außenstelle ein Trinkbrunnen gebaut werden soll. Doch beim Beschluss zum Geldausgeben hörte das Projekt eben nicht auf. Beschlossen waren etwa auch die Corona-Hilfen vom Bundestag schnell. Bis das Geld da ankommt, wo es hin soll, kostet aber Zeit. Das war auch die zweite Lektion des Demokratieprojektes. Geld ist das eine. Durchhaltevermögen, bis zum Umsetzen einer Idee, ist das andere.

Döbelner Allgemeine Zeitung
Thomas Sparrer
13.07.2021