Lessing-Gymnasium Döbeln

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05.07. Trotz Corona: Abiturienten schneiden gut ab

Am Lessing-Gymnasium haben 79 Schüler die Abi-Prüfung absolviert. Es war ein besonderer Jahrgang.

Der Ablauf war außergewöhnlich, das Ergebnis ist erstaunlich. Insgesamt 79 Schüler haben am Lessing-Gymnasium Döbeln (LGD) ihre Abi-Prüfungen absolviert. Unter ganz besonderen Bedingungen. „Die Befürchtungen einiger, dass die Ergebnisse aufgrund der Corona-Situation schlechter ausfallen könnten, haben sich nicht bestätigt", sagt Michael Höhme, Schulleiter des Lessing-Gymnasiums. Im Gegenteil. Die große Masse habe die Prüfungen gut bewältigt.

Er ziehe den Hut vor den erbrachten Leistungen. Zumal der Abi-Jahrgang 2021 der eigentliche Corona-Jahrgang gewesen sei. Die Schüler waren bereits in der Kursstufe elf von den Einschränkungen im Schulbetrieb betroffen und durchlebten das ganze Hin und Her im Schulbetrieb mit Homeschooling und Wechselunterricht. Lediglich eins der vier Schulhalbjahre verlief normal.

Felix Elenkow (18) Leistungskurse Mathe und Physik: Ich bin zufrieden, ich hatte die Prüfungen schwerer erwartet. Die Vorbereitungen haben etwas gebracht. Lara-Sofie Berger (17). Leistungskurse Mathe und Physik; Ich bin sehr zufrieden, ich habe mein Leistungsniveau in sämtlichen Prüfungen halten können. Brian Münster (18). Leistungskurse Mathe und Englisch: Die Prüfungen sind gut gelaufen. Mathe sei machbar gewesen, auch Deutsch war in Ordnung.

Während die Prüfungen in anderen Bundesländern nach hinten verschoben wurden, traf Sachsen für die Abiturienten eine besondere Regelung. Der Freistaat ließ die Prüfungstermine stehen, stellte aber einen weiteren Termin zum späteren Zeitpunkt als Ausweichtermin. Eine Änderung betraf auch den Unterricht. Die Zwölfer gingen seit Mitte Januar wieder in die Schule. Hier lag der Fokus ausschließlich auf den fünf Prüfungsfächern, alle anderen fielen zunächst weg. Diesen Fakt sieht Michael Höhme rückblickend positiv. "Die Schüler konnten sich mit voller Kraft auf ihre Prüfungen konzentrieren", sagt er. Die Prüfungsergebnisse hätten gezeigt, dass dies funktioniert habe.

Sächsische.de hatte mit drei Abiturienten des LGD vor Prüfungsbeginn gesprochen. Felix Elenkow, Brian Münster und Lara-Sofie Berger sagten Anfang März, dass das Homeschooling viele Veränderungen mit sich gebracht und enorm viel Selbstdisziplin abverlangt hatte. Auf die Prüfungen sahen sie sich dennoch gut vorbereitet, auch deswegen, weil der Unterricht sich auf die fünf Prüfungsfächer konzentrierte. So sei ausreichend Zeit zum Selbststudium geblieben. Drei Monate später und um Prüfungserfahrungen reicher, haben wir sie erneut getroffen und gefragt, wie die Prüfungen gelaufen sind.

"Ich bin zufrieden", sagt Felix Elenkow. Er hatte die Prüfungen schwerer erwartet. Seiner Meinung nach zeigt dies, dass die Vorbereitungen doch gut waren und etwas gebracht haben. Große Bedenken hatte er vor der Mathe- und Physikprüfung. „Aber ich habe es geschafft", sagt Felix freudestrahlend." Im September beginnt er eine Tischlerlehre. „Die Prüfungen sind gut gelaufen", sagt auch Brian und lächelt. Mathe sei machbar gewesen, das gleiche gelte auch für Deutsch. Nur in Geschichte lief es nicht so. Ausgerechnet in dem Fach sah er sich eigentlich am besten vorbereitet, da er als einziger Prüfling in seinem Kurs Einzelkonsultationen erhielt. „Hier habe ich mehr erwartet. Das Thema passte gar nicht", so der 18-Jährige. Nach den Ferien startet er ins Soziale Jahr, wahrscheinlich in einer Kindereinrichtung. Was danach kommt, werde sich im Laufe des Jahres entwickeln, hofft er. Auch bei Lara-Sofie Berger hätten die Prüfungsergebnisse nicht besser sein können. „Ich bin sehr zufrieden", sagt die 17-Jährige. Sie habe ihr Leistungsniveau in allen Prüfungen bestätigen können.

Die Abiturnote steht zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht fest. Bis zum 9. Juli gehen die Zwölfer weiterhin in die Schule, um die Nicht-Prüfungsfächer zu belegen, die für die Berechnung der letzten Halbjahresnote wichtig sind. Danach werden manche noch eine weitere mündliche Prüfung ablegen, eine Chance, um ihren Abi-Durchschnitt anzuheben, etwa, wenn ein Numerus clausus angestrebt wird. Erst dann gibt es das Abitur. Ihr Zeugnis erhalten sie am 23. Juli. Das ist der letzte Schultag in Sachsen. Noch am selben Abend feiern sie ihren Abiball.

Döbelner Anzeiger
Dagmar Doms-Berger
05.07.2021