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23.09. Erlesene Kost beim Poetry Slam

Unter dem Motto „Was Jugend bewegt“ lasen Schülerinnen und Schüler des LGD selbstgeschriebene Texte.

Ein Poetry-Slam-Abend gehört mittlerweile zum Schuljahr fast schon dazu. Nach länger Corona-Pause trauten sich zahlreiche Freunde des geschriebenen Wortes wieder auf die Bühne. Es kamen bemerkenswerte Texte zum Vortrag, die in ihrer inhaltlichen Dichte und sprachlichen Geschliffenheit überzeugten. Selten wird es in der Aula so emotional und teilweise so persönlich. Loben kann man wirklich alle Teilnehmer und natürlich auch Emilia Loschinski, die als Chefin der Projektgruppe „Schule ohne Rassismus Schule mit Courage“ den organisatorischen „Hut“ aufhatte.

Was ist mir besonders in Erinnerung geblieben? Natürlich die locker flockigen Moderationen von Melina Riedel und Julia Feldmann. Locker und flockig wirkten die übrigens, weil sie gut vorbereitet waren. Nele Morgenstern eröffnete den Abend mit einem Dankeschön-Text, den sie ihrer Mutter widmete, bevor Amelie Karsunke uns den Unterschied zwischen „kleinen und großen Welten“ verdeutlichte. Amy Wittenberg stellte in ihrem Text die alles entscheidende Frage „Wer bin ich?“, ehe Charlotte Grimme ihren Text „Liebesbrief an mich“ vorlas. Julia Feldmanns Slam „Dieses Mädchen“ verdeutlichte, welches große Glück Menschen haben, die gesund sind und Sara Aljasem sprach über Ängste und wie man sie überwinden kann. Aaron Mann war der einzige Junge, der sich auf die Bühne traute und schon deshalb war sein Vortrag etwas Besonderes. Sein humorvoller Text stellte die Frage, die das Motto des Abends bildete „Was bewegt die Jugend?“.

Beatrix Grossmann erinnerte sich in ihrem Slam „Another Brick in the Wall“, Pink Floyd lässt grüßen, an Schule in Zeiten des Lockdowns. Oh je, hoffentlich nie wieder! Lena Schulz setzte sich in ihrem Slam mit dem Erwachsenwerden auseinander. Das ist definitiv nichts für schwache Nerven. Den Abschluss des Abends bildeten die Texte von Marianna Müller und Annalena Nagel. Während Marianna mit „Friedensfänger“ das große Thema Krieg und Frieden anschnitt, setze sich Annalena kritisch mit den Ungerechtigkeiten auseinander, die man in Schule so erleben kann.

Was rundete den Abend ab? Die Auftritte der Abiband, die eine beeindruckende Bandbreite zeigten. Mit Liedern wie „This Is the Life“ von Amy Mcdonald oder „Dance with Somebody“ von Mando Diao begeisterten sie das Publikum. Einen besonderen musikalischen Leckerbissen hatte Dominik Adam mitgebracht. Er spielte den „Epilogue“ aus La La Land von Justin Hurwitz - meisterhaft.

Beseelt schlenderten Besucher und Aktive nach Hause – ein berührender Abend. Die, die nicht dabei waren, haben was verpasst.

M. Höhme