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19.09. Unvergessliche Erlebnisse in Berlin

Vier Schülerinnen des LGD hatten es beim Wettbewerb "Jugend trainiert für Olympia" bis ins Bundfinale Judo geschafft - ein "Ritterschlag".

Teilnehmerinnen:
Josephin Teuchert
Helene Dettmer
Ameli Schöne
Hanna Thiele

Betreuer:
Heiko Funke
Jens Teuchert

1. Tag 13.09.2022 - Ankunft in Berlin

  • Anreise von Döbeln über Leipzig nach Berlin Hauptbahnhof
  • In Leipzig stiegen zahlreiche weitere Teams aus Sachsen zu, gut zu erkennen an der einheitlichen Kleidung.
  • Ankunft Berlin Hauptbahnhof
  • Akkreditierung auf dem Bahnhof war gut organisiert, aber stressig
  • viele weitere Teams aus unterschiedlichen Bundesländern waren vor Ort
  • nachdem alles geklärt war, Fahrt mit der S-Bahn nach Berlin Ostbahnhof, danach zu Fuß bis zum Hotel Meininger East Side
  • Check-in an der Bar, später soll noch das Wiegen für den Wettkampf am kommenden Tag erfolgen
  • 18.00 Uhr soll das Wiegen im Zimmer der Sportlern aus Niedersachsen stattfinden, Wiegen war dann eher ein spontaner Akt auf dem Hotelflur mit furchtbar stickiger Luft
  • Abendbrot mit strenger Zeittaktung (10 Minuten) ist für 19.40 Uhr vorgesehen (Nudeln mit Bolognese)
  • Abendprogramm: Fußball (Bayern / Barcelona), vor allem aber Basketball-EM (D / Griechenland) gesehen

2. Tag 14.09.2022 - erster Wettkampftag

  • 06.40 Uhr Frühstück, danach mit der S-Bahn bis Adlershof
  • Es gibt 3 Pools mit 3 bzw. 4 Mannschaften, wir sind im 3er-Pool.
  • Erster Gegner ist das "Gymnasium am Kaiserdom" Speyer aus RP - ein sehr schwerer Gegner.
  • Zweiter Gegner war das Gymnasium Himmelsthür Hildesheim aus Niedersachsen.
  • Josephin Teuchert konnte ihren Kampf gewinnen, live verfolgt am LGD via Livestream.
  • Ameli Schöne hielt sich lange gut, verlor aber durch eine Festhalte.
  • Helene Dettmer hatte zum Schluss einen ganz schweren Stand gegen eine fast 10 kg schwerere Gegnerin, die Dank ihres viel größeren Gewichts ebenfalls mit einer Festhalte gewann.
  • Damit bleibt am 2. Wettkampftag noch die Runde um die hinteren Platzierungen 9 bis 12, erster Gegner wird wahrscheinlich Hamburg sein.
  • Nach dem Wettkampf erst mal zu McDonalds am Ostbahnhof.
  • Abendessen heute schon 18.40 Uhr
  • Nach dem Abendessen mit der S-Bahn zum Alex gefahren und ein bisschen Berlinern Luft geschnuppert.

3. Tag 15.09.2022 - zweiter Wettkampftag

  • Frühstück heute 7.00 Uhr, sehr voller Speiseraum
  • anschließend wieder mit der S-Bahn nach Adlershof zur Sporthalle
  • Heute geht es für uns nur noch um die hinteren Platzierungen.
  • Zunächst mussten wir uns mit Hamburg (Stadtteilschule Alter Teichweg) auseinandersetzen, die bisher unter Wert geschlagen wurden.
  • Die Gewichtsklassen waren sehr unterschiedlich besetzt, so dass nur zwei Begegnungen zustande kamen. Diese gingen beide verloren.
  • Im allerletzten Platzierungskampf für die Mädels vom LGD ging es gegen das Diesterweg-Gymnasium Tangermünde-Havelberg (ST) um Platz 11 und 12.
  • Den ersten Kampf konnte Josephin Teuchert mit Ippon (Tani-Otoshi) sicher gewinnen, danach verlor Ameli Schöne nach großartigem Kampf denkbar knapp.
  • Der letzte Kampf musste die Entscheidung bringen. Helene Dettmer hatte die "schwere" Aufgabe eine ca. 27 kg schwerere Gegnerin zu besiegen, Helene ging das sehr engagiert an und hatte den Kampf sicher im Griff.
  • Doch das deutlich höhere Gewicht war auf Dauer des Kampfes nicht zu beherrschen, bei einer Bodenaktion war Helene in eine Festhalte gelangt, aus der kein Herauskommen mehr möglich war.
  • Somit blieb für das LGD nur Platz 12.
  • Aufgrund der vielen Probleme im Vorfeld des Bundesfinales (2 Ausfälle in Folge von Verletzungen und Erkrankungen, der Hickhack mit den Gewichtsklassen) überwiegt die Freude über die Teilnahme und die gezeigten Leistungen der Mädchen.
  • Nach der Siegerehrung in der Sporthalle in Adlershof ging es zurück ins Hotel und danach zu einem kleinen Berlintrip: Brandenburger Tor, Reichstag, Friedrichstraße, Fernsehturm.
  • spätes Abendessen, danach Ausruhen für den letzten Wettkampftag
  • Es gibt noch einen Mixed- Wettbewerb gemeinsam mit der Sportmittelschule Leipzig.
  • Erster Gegner wird Bayern (Bertolt-Brecht-Schule Nürnberg) sein.

4. Tag 16.09.2022 - letzter Wettkampftag

  • Im letzten Wettbewerb bilden das LGD und die Sportmittelschule Leipzig ein Team mit jeweils 3 Judoka.
  • Durch die ungünstigen Gewichtsklassen können wir leider nur 2 von 3 Gewichtsklassen besetzen.
  • Es starten für LGD Ameli Schöne und Hanna Thiele.
  • Beide Mädchen zeigten eine sehr gute Leistung, waren aber den Mädels vom Sportgymnasium Nürnberg unterlegen.
  • 2 von 3 Judoka aus Leipzig konnten gewinnen, Endstand 2 : 4
  • Beim Gewinn dieser Begegnung hätte es das Halbfinale bedeutet.
  • Im allerletzten Platzierungskampf traf das sächsische Team erneut auf Hamburg (Stadtteilschule Alter Teichweg).
  • Nun zeigte sich die körperliche Belastung der letzten Tage, die Hamburger gewannen alle Begegnungen, bei den Mädchen war die körperliche Erschöpfung deutlich zu spüren.
  • In der Endabrechnung des Mixed Wettbewerbs belegte das Team aus Sachsen einen hervorragenden 7 Platz und kann mit viel gesammelten Erfahrungen und Stolz nach Hause fahren.
  • Eine besondere Ehre war es für alle Sportler, die Urkunden und Glückwünsche von Ole Bischof, Olympiasieger von Peking 2008, entgegennehmen zu dürfen.
  • Nach den Anstrengungen der letzten Tage war am Nachmittag erst mal Ausruhen angesagt.
  • Am Abend ging es dann für die Teams aller Sportarten zur großen Abschlussveranstaltungen ins VELODROM.
  • In einer sehr abwechslungsreichen und stimmungsvollen Zeremonie wurden die Medaillengewinner aller Sportarten feierlich geehrt, teilweise mit Unterstützung namhafter Sportler, wie z.B. Ole Bischof oder Paul Seguin.
  • Danach wurde auf der Tanzfläche des VELODROM ausgiebig gefeiert.

5. Tag 17.09.2022 - Heimreise

  • Nach vier ereignisreichen Tagen geht es heute wieder nach Hause.
  • Diese Tage in Berlin wird keiner der Döbelner Teilnehmer so schnell vergessen.
  • Wir haben viele neue Erfahrungen im Gepäck, eine spannende Zeit und unvergessliche Momente erlebt. Großes Ziel aller ist es, so etwas nochmal zu erleben. Das wird für alle Ansporn sein, weiterhin für solche Erlebnisse zu trainieren.
  • Ein besonderer Dank gilt an dieser Stelle Jens Teuchert, der in Berlin mit seinem Judo-Fachwissen für den sportlichen Teil verantwortlich war. Er hat die Mädchen vom LGD für jeden Kampf hervorragend vorbereitet und auch die richtigen Worte gefunden, wenn es mal nicht so gut lief.
  • 12.30 Uhr geht es mit dem ICE nach Leipzig und danach weiter nach Döbeln. Hier findet das Abenteuer Bundesfinale sein Ende.

Heiko Funke


Ritterschlag für Döbelner Schülerinnen

Die vier Schülerinnen des Döbelner Lessing Gymnasiums beim Bundesfinale von Jugend trainiert für Olympia in Berlin.Foto: Heiko Funke

Lessing-Gymnasium im Judo-Bundesfinale

Der Weg ins Finale ist sicher kein leichter, aber das Lessing-Gymnasium aus Döbeln konnte ihn meistern. Damit hat sich die Schule aus Mittelsachsen für das in Berlin ausgetragene Finale von Jugend trainiert für Olympia qualifiziert. Die vier Schülerinnen traten im Judo für ihre Bildungsstätte an. Die Gegner waren Teams aus ganz Deutschland. Die Wettkämpfe fanden vergangene Woche statt. Im Bundesfinale erreichte die Döbelner Schule am Ende den 12. Platz, in einem im weiteren Verlauf der Veranstaltung ausgetragenen Mixed-Wettbewerb konnte sich das Gymnasium Platz 7 sichern.

Jugend trainiert für Olympia und Paralympics

Der Wettbewerb für Schülerinnen und Schüler wird bereits seit über 50 Jahren ausgetragen. Im Jahr 1969 gegründet, wird er mittlerweile durch verschiedene Verbände organisiert und vom Bund unterstützt. Ziel des Wettbewerbs ist nach eigenen Angaben das Sammeln von Wettkampferfahrungen sowie positive Werte wie Fairness und Teamgeist zu vermitteln. Außerdem will man neue Talente entdecken. Sportlerinnen und Sportler wie der Schwimmer Florian Wellbrock oder die Leichtathletin Kristin Pudenz haben ihren Weg zu den Olympischen Spielen über Jugend trainiert für Olympia gefunden.

Döbelner Allgemeine Zeitung23.09.2022