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16.09. LGD-Eigengewächs jetzt in der Schulleitung

Tommy Greim hatte schon sein Abi am Lessing-Gymnasium gemacht. Jetzt wurde er zum stellvertretenden Schulleiter berufen. Sein Steckenpferd sind die digitalen Medien.
Das Döbelner Lessing-Gymnasium hat eine besondere Affinität zu den digitalen Medien. Am Mittwoch ist ihr vom Kultusministerium das Qualitätslabel „Digitale Schule“ für drei Jahre verliehen worden. Und das zum wiederholten Mal. Tommy Greim war neben seiner Kollegin Sylvia Risse und Schulleiter Michael Höhme in den Technischen Sammlungen Dresden bei der Übergabe dabei. Eigentlich als Lehrer, der sich als Koordinator für das medienwissenschaftliche Profil der Schule engagiert. Aber auch schon in seiner neuen Funktion. Der 34-Jährige ist kürzlich zum stellvertretenden Schulleiter des Lessing-Gymnasiums berufen worden.

Tommy Greim mit einem Tablet-Computer vor dem Lessing-Gymnasium. Der ehemalige Schüler ist jetzt stellvertretender Schulleiter und kümmert sich um die digitale Bildung. Foto: Jens Hoyer

Greim ist sozusagen ein „Eigengewächs“ der Schule. Er hatte 2006 sein Abi am Döbelner Gymnasium gemacht, danach in Dresden studiert und bis 2014 sein Referendariat an der Schule absolviert. Dann habe es mit der Einstellung aber noch nicht gleich geklappt. „In Döbeln war keine Stelle frei“, sagte Greim. Also folgte ein kleiner Umweg über zwei Gymnasien in Chemnitz. „Die zwei Jahre waren wichtig, da habe ich auch mal andere Schulen kennengelernt“, sagte er. Dann klappte es doch mit einer Stelle an seiner alten Schule. „Ich war sehr froh, dass der Wechsel geklappt hat. Ich mag Döbeln unheimlich“, sagte Greim.
Vor seinem Studium habe der Handballer ein soziales Jahr beim Landessportbund absolviert und als Sportgruppenleiter und Trainer gearbeitet. „Da konnte ich ausprobieren, ob das zwischen mir und den Kindern funktioniert. Das würde ich jedem, der auf Lehramt studiert, empfehlen.“
Greims Fächer sind Deutsch und Gemeinschaftskunde. Fünf Jahre lang war er Fachleiter für den musisch-künstlerischen Bereich. Er leitete auch die Mitglieder der Theatergruppe an. Greims Steckenpferd sind aber die digitalen Medien. „Ich war dafür viel unterwegs, habe Fortbildungen gemacht und Vorträge gehalten. Das muss ich jetzt etwas zurückschrauben.“
Die Bildung der Schüler im Umgang mit digitalen Medien sieht Greim aber weiter als seinen Schwerpunkt. „Wir haben an der Schule eine gute technische Ausstattung. Dafür brauchen wir didaktisch-pädagogische Konzepte und ein Kollegium, das mitzieht“, sagte Greim. Kollegen müssten sich spezialisieren und weiterbilden. Seine Aufgabe sei es, das zu koordinieren.
Seit einigen Jahren bietet das Lessing-Gymnasium das Medienprofil für die achten bis zehnten Klassen an. „Da kann man einiges ausprobieren“, sagte Greim. Sechs Kollegen hätten sich in die Materie eingearbeitet.
Wenn Greims Engagement für die digitalen Medien an der Schule die Kür ist, dann ist eine andere Aufgabe die Pflicht. Zu seinen Aufgaben gehört nämlich auch die Planung von Unterricht und Vertretungen. Jörn Kühne, der bisher kommissarischer Stellvertreter des Schulleiters war, unterstützt Greim bei dieser Aufgabe. „Das ist am Anfang eine große Hilfe. Die Planung, das ist viel Arbeit und man muss die Übersicht behalten.“

Jens Hoyer
Döbelner Anzeiger
16.09.2022