14.03. Fabmobil macht Station am LGD
Schülerinnen und Schüler entdecken Creative Technologies
Das Fabmobil ist ein fahrendes Kunst-, Kultur- und Zukunftslabor für Sachsen. Der mit Digitaltechnik und Maschinen ausgestattete Doppeldeckerbus bietet Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit allerlei Creative Technologies wie 3D Druck, Virtual Reality, Robotik und Programmierung zu entdecken. Das Fabmobil ist seit 2017 in Sachsens ländlichen Räumen unterwegs und erreicht jährlich über 1300 Schülerinnen und Schüler abseits der Metropolen.
Vom 11. bis zum 13. März machte das Team von Fabmobil am LGD Station. Im Gepäck befand sich das Fabmodul, ein großer Schrank voller digitaler Technologien. Das Modul verbleibt ein Schulhalbjahr an der Schule. Innerhalb dieser Zeit können die Kinder und Jugendlichen mit der darin befindlichen Technik kreativ werden.
Bei Auslieferung des Fabmoduls an das LGD wurde ein Team von 10 Personen unterschiedlichen Alters und Funktion (von Schülern bis hin zum Lehrer) im Rahmen eines dreitägigen Fabmobil-Workshops zu Fabmodul-Experten ausgebildet. Diese neuen Profis werden nun anschließend ihr Know-How in unterschiedlichen Formaten an unserer Schule weitergeben.
Am Mittwoch starteten wir 10.00 Uhr mit der Vorstellung des Fabmoduls durch Jan und Julius, die unseren Workshop leiteten. Danach bekam jeder einen Laptop mit der Aufgabe ein „technoides Tier“ in TinkerCad zusammenzustellen. Dabei reichten die Ideen vom „Spider-Schleimer“ über den Wal mit Rädern bis zum „Mafiosi“, dem schlauen Erdmännchen. Ebenfalls nutzten die Teilnehmer SculptGL zur Gestaltung von Gesichtern und Körpern. Am nächsten Tag wurden die 3D-Modelle mit Hilfe eines Slicers für den 3D-Druck vorbereitet. Während nach und nach die Objekte gedruckt wurden, gestalteten wir Sticker. Mit Hilfe von Inkscape entstanden Vektorgrafiken, die dann auf dem entsprechenden Trägermaterial durch den Plotter ausgeschnitten wurden. Am Freitag gestalteten einige Vektorgrafiken, um Taschen oder T-Shirts mit Bügelbildern zu dekorieren. Andere entwarfen und druckten weitere 3D-Objekte. Viel zu schnell rückte das Ende des Workshops heran. Die Teilnehmer gaben den Workshopleitern Feedback und beschrieben, wie sie das Fabmodul in den nächsten Wochen nutzen möchten.
Der Workshop weckte bei allen Beteiligten Begeisterung und zeigte, was mit neuer Kreativtechnologie möglich ist. Die Schüler trainierten den selbstbewussten, schöpferischen und reflektierten Umgang mit der Technik. Dabei erklärten sie sich gegenseitig bei Problemen die Vorgehensweise und gaben Hinweise zur Verbesserung. So konnte jeder seine Stärken einbringen und entdeckte bei sich auch neue Talente.
Sylvia Risse






