01.07. Landespreis für Jonas und Peer aus der 10d
LGD punktet beim Schulwettbewerb zur Entwicklungspolitik „alle für EINE WELT für alle“.
Jonas Haupt und Peer Jähnichen aus der Klasse 10d wurden für ihren Wettbewerbsbeitrag „Donald Trumps Desinformation – wie politische Erzählungen Wahrnehmung formen“ mit einem Landespreis ausgezeichnet.
Der Beitrag entstand im Unterricht im Fach Deutsch innerhalb der Unterrichtseinheit zum Thema „Rede“. Ausgehend von der sprachlichen und rhetorischen Analyse einer bekannten Rede aus dem Star-Wars-Universum entwickelten Jonas und Peer eine eigene eindringliche Rede. Darin setzten sie sich mit politischer Kommunikation, Desinformation sowie der Frage auseinander, wie politische Erzählungen die Wahrnehmung von Menschen beeinflussen können.
Anschließend reichten die beiden Schüler ihren Beitrag beim Schulwettbewerb zur Entwicklungspolitik „alle für EINE WELT für alle“ ein. Der Wettbewerb ist eine Maßnahme des Programms „Globale Entwicklung in deutschen Bildungssystemen“ und wird von Engagement Global im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung durchgeführt.
Die zwölfte Wettbewerbsrunde stand unter dem Motto:
„Fakten gecheckt? Verändert die Welt mit eurer Story!“
Jonas und Peer überzeugten die Landesjury und gewannen auf Bundeslandebene den Landespreis in der Kategorie „Schüler*innenengagement“ innerhalb der Wettbewerbsgruppe 3 für die Klassenstufen 8 bis 10.
Die feierliche Preisverleihung, zu der uns Herr Höhme begleitete, fand am 1. Juli 2026 in der Gemeinschaftsschule Campus Cordis statt. Zu den Höhepunkten der Veranstaltung gehörte das Grußwort des Sächsischen Staatsministers für Kultus, Conrad Clemens.
In ihrer Laudatio würdigte Claudia Dürr den Beitrag der beiden Schüler ausführlich. Sie hob hervor, dass die Arbeit die Landesjury insbesondere durch ihre sprachliche Kraft, ihre gedankliche Tiefe und ihren gesellschaftlichen Anspruch beeindruckt habe. Der Beitrag greife mit der Frage nach Wahrheit, Verantwortung und dem Umgang mit Desinformation ein Thema auf, das für jede Demokratie von zentraler Bedeutung sei.
Besonders bemerkenswert sei die rhetorische Qualität der Rede. Durch klare Bilder, wirkungsvolle Wiederholungen und eine überzeugende Argumentationsstruktur gelinge es den beiden Schülern, die Zuhörenden unmittelbar anzusprechen und zum Nachdenken anzuregen.
In der Laudatio hieß es dazu:
„Ihre Rede überzeugt aber auch durch Haltung. Sie plädiert für Dialog statt Hass, für Mut statt Resignation, für die Kraft von Worten statt für die Macht der Lautstärke und für gemeinsames, verantwortungsbewusstes und zukunftsfähiges Handeln.“
Auch die mediale Gestaltung des Beitrags wurde ausdrücklich gewürdigt. Durch passende Musik und sorgfältig ausgewählte Bilder sei eine nahezu filmische Atmosphäre entstanden. Diese audiovisuelle Gestaltung unterstütze nicht nur die Wirkung der Rede, sondern veranschauliche zugleich, wie stark Bilder und Musik die Wahrnehmung von Inhalten beeinflussen können.
Claudia Dürr lobte darüber hinaus den Mut von Jonas und Peer, sich mit kontroversen politischen Entwicklungen auseinanderzusetzen und eine klare Position zu beziehen:
„Euer Beitrag zeigt, dass junge Menschen bereit sind, gesellschaftliche Prozesse kritisch zu hinterfragen und Position zu beziehen.“
Neben der Urkunde erhielten Jonas und Peer als Anerkennung einen BNE-Beutel. Darin befand sich unter anderem ein Brillentuch aus der Kampagne „W wie Werte“. Dieses soll symbolisch daran erinnern, den eigenen Blick zu schärfen, zwischen klaren und verzerrten Darstellungen zu unterscheiden und gesellschaftliche Werte nicht aus den Augen zu verlieren.
Wir gratulieren Jonas und Peer herzlich zu dieser besonderen Auszeichnung. Ihr Erfolg zeigt, dass eine kritische Auseinandersetzung mit Sprache, Medien, Politik und gesellschaftlichen Entwicklungen im Unterricht im Fach Deutsch weit über den schulischen Kontext hinauswirken und Anerkennung finden kann.
Niclas Noçon