08.01. Ein unvergesslicher Flug

Der SPACEBUZZ ONE der Deutschen Raumfahrtagentur im DLR ist viel mehr als eine Rakete auf Rädern. Er ist ein umfassendes Schul- und Bildungsprogramm als Ergänzung zum MINT-Unterricht.

Am 7. Januar konnten die Schüler der Klassen b, c und d einen atemberaubenden Flug ins Weltall erleben. Jeweils 9 Astronauten nahmen nach einer kurzen Einweisung auf den beweglichen Sitzen Platz. Die Crew setzte jedem eine VR-Brille auf und schon begann der 15-minütige Raumflug ins All. Die beiden ESA-Astronauten Alexander Gerst und Matthias Maurer „begleiteten“ die Reise. Die Rakete passierte verschiedene Satelliten und die ISS. Beim Blick auf unseren blauen Planeten konnten die Auswirkungen des Klimawandels beobachtet werden, aber auch die tanzenden Nordlichter (Aurora borealis).

Die Schönheit und gleichzeitige Zerbrechlichkeit der Erde wird aus der Perspektive des Alls besonders deutlich – ein eindrucksvolles Plädoyer für den Schutz unserer Umwelt. Im Anschluss ging es weiter zum Mond, bevor alle wohl behalten wieder auf der Erde landeten.
In der Mittagspause begaben sich auch einige Lehrer und ab 14.10 Uhr weitere interessierte Schüler auf diesen unvergesslichen Flug.

Sylvia Risse


Rakete der Raumfahrtagentur hebt in Döbeln ab

Spacebuzz One heißt die Rakete, die am Mittwoch in Döbeln gelandet ist. Bei dem mobilen Bildungsprojekt der Deutschen Weltraumagentur sollen Schüler für das Thema Weltraum und Raumfahrt begeistert werden.

Im Spacebuzz One fliegen Schüler um die Erde und zum Mond. Dabei geht es um die Faszination und den Nutzen der Raumfahrt. Aber auch um die Verletzlichkeit unseres Planeten.

Am Mittwoch ist eine Rakete in Döbeln hinter der Stadtsporthalle am Lessing-Gymnasium gelandet. Und am Donnerstag wird sie am Gymnasium in Hartha abheben. Spacebuzz One nennt sich das Projekt, mit dem die Deutsche Raumfahrtagentur bei Schülern Begeisterung für den Weltraum und die Raumfahrt wecken will.

Spacebuzz One heißt die Rakete, die am Mittwoch in Döbeln gelandet ist. Bei dem mobilen Bildungsprojekt der Deutschen Weltraumagentur sollen Schüler für die Themen Weltraum und Raumfahrt begeistert werden. Foto: Lutz Weidler

Die Kinder kreisen in einem Raumschiff um die Erde und fliegen zum Mond. Zumindest virtuell – und das ziemlich real. Die Schüler nehmen in Sitzen Platz, die sich drehen, neigen und vibrieren, wenn die Rakete abhebt. Per VR-Brille bekommen sie ein sehr reales Bild von der Raumstation, der Erde und dem Mond vermittelt – geführt von den beiden deutschen Astronauten Alexander Gerst und Matthias Maurer. Sie erleben den Sonnenaufgang, den die Bewohner der internationalen Raumstation ISS alle 90 Minuten zu sehen bekommen.

„Hattet ihr einen guten Flug?“, fragte Melanie Held, als die Schüler nach einer viertelstündigen Reise wieder auf dem Boden der Tatsachen ankamen. „Ist euch etwas aufgefallen? Es ist nicht alles schön auf der Erde. Ihr habt Rauchwolken von Waldbränden und der Industrie gesehen, die Abholzung der Regenwälder und die Abschmelzung der Gletscher. Das können wir mit Satelliten beobachten. Wir können von der Erde nicht einfach wegfliegen, denn wir könnten nirgendwo landen. Also gebt auf die Erde acht.“

„Ich bin vor über einem Jahr auf das Angebot gestoßen. Wir haben uns zusammen mit dem Lessing-Gymnasium beworben“, sagte Dirk Polster, stellvertretender Schulleiter der Schloßbergschule. Im Vorfeld hatten sich Lehrer und Schüler der 6. und 7. Klassen mit zur Verfügung gestelltem Material auf ihren Besuch im Weltraum vorbereitet. […]

Döbelner Anzeiger
Jens Hoyer
07.01.2026