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29.08. Wir danken allen!

Ми дякуємо всiм - 60 Ukrainer/-innen lernten am LGD in drei Erwachsenenkursen die deutsche Sprache.

Im März dieses Jahres sind viele Geflüchtete aus der Ukraine auch zu uns nach Döbeln gekommen. Die Ereignisse haben sich damals überschlagen. Bereits am
1. April wurde am Körnerplatz eine DaZ-Klasse mit ukrainischen Kindern eröffnet, wenige Tage später saßen 60 erwachsene Ukrainer*innen in der Aula des LGD mit dem Wunsch, Deutsch zu lernen. Für letztere wurde schnell eine Struktur gefunden: ein Deutschkurs zweimal wöchentlich in unserem Gymnasium. Ein Angebot, das gut angenommen und genutzt wurde. Dieser Kurs ging Mitte Juli erst einmal zu Ende, und zwar mit einer Exkursion in die „Alten Meister“ der Dresdener Gemäldegalerie. Das war ein schöner Abschluss für alle, leider bedeutete er kein Ende der extremen Lebenssituation, in der sich die ukrainischen Mütter, Großmütter und ihre Angehörigen noch immer befinden.

Rückblickend auf die letzten Monate, möchte ich mich im Namen der Teilnehmer*innen des Erwachsenenkurses GANZ HERZLICH bei allen bedanken, die das Stattfinden des Deutschunterrichts an unserem Gymnasium ermöglicht haben. Dieser Dank geht an sehr viele Personen. Er beginnt bei der Schulleitung, die die Unterstützung unbürokratisch initiiert hat. Danke für die Lehrbücher, mit denen wir zügig in den Spracherwerb einsteigen konnten, und für die Bereitstellung der Unterrichtsräume. Es gab und gibt viele Hände, die geholfen haben. Und viele kleine Dinge haben in der Summe ergeben, dass Hilfe wirklich konkret geworden ist. So haben z. B. auch Frau Griebenow, Frau Tändler, Herr Wanscheck und Herr Benedix immer ein offenes Ohr für die Probleme der Ukrainer gehabt.

Die beiden vierjährigen Mädchen Jana und Wika waren die jüngsten ukrainischen "Schülerinnen" im Deutschkurs von Monika Brosch.

Danke an alle Kolleginnen und Kollegen für die Unterstützung bei der Kinderbetreuung während des Unterrichts und die Spielzeugspenden – ein besonderes Dankeschön an Frau Keiper und Frau Gasse. Das gilt auch für alle Schüler*innen des LGD, die sich hierbei zuverlässig und kreativ eingebracht haben. Die ukrainischen Mütter sind dafür sehr dankbar gewesen. Auch die Zusammenarbeit mit dem City Club Döbeln und dem Jugendclub North Point, deren Angebote von den ukrainischen Kindern gern angenommen wurden, hat uns geholfen. Erwähnen möchte ich noch ein Projekt, das gerade zu Ende gegangen ist. Der Treibhaus e.V. Döbeln hat in den Sommerferien eine Jugendbegegnung zwischen ukrainischen und deutschen Kindern organisiert. An diesem Feriencamp in Klosterbuch haben auch einige Kinder unserer ukrainischen Eltern teilnehmen können – und dort neue Freunde gefunden.
Wie geht es nun weiter?
Die Deutschkurse am LGD werden im September fortgesetzt. Geplant ist, dass ein großer Teil der Kursteilnehmer*innen ab November Integrationskurse an der Volkshochschule Döbeln belegen wird. Es ist Vieles in Bewegung. Aber eins ist klar – unsere Hilfe werden die Ukrainer*innen noch lange brauchen. In vielen Gesprächen höre ich immer wieder, dass die Ungewissheit das Schlimmste ist. Ungewissheit darüber, was gerade mit den in der Ukraine verbliebenen Angehörigen geschieht. Ungewissheit über die eigene Zukunft und die Perspektiven der Kinder. Ungewissheit, die Ängste schürt. Lassen wir die zu uns Geflüchteten damit nicht allein!

Monika Brosch