26.10. Stürmische Atlantikwellen beeindruckten


Maria Buschmann und Laura Müller vom Lessing-Gymnasium berichten über ihren Besuch in Frankreich.


Als wir die fast 19-stündige Busfahrt hinter uns hatten und Evron ansteuerten, waren wir und unsere Lehrerinnen sehr aufgeregt. Nach einem herzlichen „Bienvenu“ (Willkommen) der Franzosen wurden wir unseren Gastfamilien vorgestellt. In den nächsten zwei Wochen lernten wir die Schüler der Partnerschule, das „Sacré-Coeur Collège“, sowie den Alltag unserer französischen Freunde kennen. Wir stellten fest, dass es zwischen dem Unterricht in Frankreich und Deutschland einige Unterschiede gibt.
Eine Unterrichtsstunde dauert in Frankreich 60 Minuten. Zwischen Vormittags- und Nachmittagsunterricht dient eine anderthalb stündige Mittagspause zur Erholung, dadurch endet die Schule erst um 16.45 Uhr.

Schüler des LGD

bei ihrem Aufenthalt in Evron (LGD-Fotografin: Lena Schiegl)


Interessant zu erfahren war es auch, dass sich Evron nicht in der Bretagne befindet, sondern im „Pays de la Loire“ und es drei verschiedene Sprachtypen gibt. Natürlich durften ein Besuch beim Oberhaupt der Stadt, dem Bürgermeister, eine Besichtigung der Basilika und ein Spaziergang über den Marktplatz nicht fehlen. Joel Bedouet, der Bürgermeister von Evron, setzt sich sehr für den Schüleraustausch ein und ist sichtlich erfreut gewesen, uns zu empfangen.
Zeitig aufstehen hieß es am Freitag, dem 7. Oktober, denn wir unternahmen gemeinsam mit unseren Gastschülern eine Exkursion in den Golf du Morbihan, zu den aufregenden Hinkelsteinen von Carnac und auf die Halbinsel Quiberon zum Atlantik. „Das war mit Abstand der beste Tag, den wir in Frankreich erlebt haben, weil die stürmischen Wellen außergewöhnlich schön sind und die Landschaft einfach großartig ist,“ beurteilen Maria Buschmann und Laura Müller. Um 20 Uhr begann dann das Wochenende, das bei den französischen Familien verbracht wurde. Die einen besichtigten die Insel St. Michel, die anderen trafen beim Shoppen in der nächstgrößeren Stadt Laval bekannte Gesichter.

Eifelturm in Paris

(LGD-Fotografin: Lena Schiegl)


Am darauffolgenden Dienstag erkundeten wir die Landeshauptstadt der Bretagne, Rennes. Bei einem Stadtrundgang zeigte uns die Reiseführerin einige Besonderheiten der Stadt, wie zum Beispiel die gut erhaltenen Fachwerkhäuser.
Am letzten Tag in der Schule mussten wir unseren Französischlehrerinnen beweisen, dass wir die französische Sprache beherrschen, indem wir alle zusammen französische Chansons sangen. Außerdem waren unsere Sprachkenntnisse bei einer „Rallye“ durch die Stadt gefordert. Um die gestellten Aufgaben zu beantworten, war es notwendig, einige Einwohner zu befragen.
Sehr schwer fiel der Abschied am nächsten Tag, bei dem einige Schülerinnen in Tränen ausbrachen. Eine Aufheiterung war deshalb die Besichtigung des Eifelturms und die kurze Stadtrundfahrt durch Paris.
„Der Schüleraustausch hat mir persönlich bestätigt, dass Französisch eine super Sprache ist und ich mir vorstellen könnte in Frankreich zu studieren“, sagt Maria.
Im Namen der beteiligten Schülerinnen und Schüler möchten wir uns bei unseren Lehrerinnen Frau Sturm und Frau Neubert ganz herzlich für diesen toll organisierten Schüleraustausch bedanken.

Döbelner Anzeiger
26.10.2011