07.01. Unnaer Medaille in Döbeln entworfen

Nach Döbelner Vorbild:

Michael Strobel, Leiter des Unnaer Geschwister-Scholl-Gymnasiums, zeigt die neue Medaille, die vom Döbelner Kunsterzieher Claus Vejrazka entworfen wurde.


Der Kunsterzieher Klaus Vejrazka hat die Geschwister-Scholl-Medaille gestaltet.

Das Döbelner Lessing-Gymnasium soll das erste Exemplar der neuen Geschwister-Scholl-Medaille der Partnerschule in Unna, des Geschwister-Scholl-Gymnasiums, erhalten. Das hat gleich mehrere Gründe: Zum einen haben die Döbelner ihre eigene Lessing-Medaille schon vor zwei Jahren den Partnern in Nordrhein-Westfalen verehrt. Zum anderen war es Claus Vejrazka, Kunsterzieher in Döbeln, der jetzt das Unnaer Gegenstück gestaltet hat.

„Die Unnaer wollten auch so eine Medaille haben“, sagte Claus Vejrazka. Er hatte 2007 die neue Lessing-Medaille fürs Döbelner Gymnasium entworfen und wurde nun vom Unnaer Schulleiter gefragt, ob er auch eine Medaille fürs Geschwister-Scholl-Gymnasium gestalten kann. Vejrazka konnte. Sein Entwurf zeigt das von den Nazis ermordete Geschwisterpaar. Auf der Rückseite ist stilisiert eine Rose eingeprägt für den Namen der Widerstandsgruppe „Weiße Rose“. Die Medaille ist in 100 Exemplaren in Silber geprägt worden. Herausgeber ist der Förderverein des Unnaer Scholl-Gymnasiums. Die besten Schüler jedes Jahrgangs sollen mit der Medaille geehrt werden und Menschen, die sich um die Schule verdient gemacht haben.

In Döbeln haben die Medaillen eine sehr lange Tradition. Die erste war schon 1894 zum 25. Jahrestag des Gymnasiums herausgebracht worden. Die nächste kam 1919 zum 50-jährigen Jubiläum. 1969, zum 100-jährigen, wurde die dritte Auflage der Lessing-Medaille herausgegeben. 1991 gab es von dieser Medaille eine Neuprägung, bei der man das Wappen der DDR gegen einen Spruch von Lessing tauschte. Seit 2007 gibt es die aktuelle Auflage, die von Claus Vejrazka gestaltet wurde.

Döbelner Anzeiger
7. Januar 2011
Jens Hoyer