Lauf mit Herz


Fast 26 000 Euro erlaufen

Der 16. Döbelner Spendenlauf bringt ein Rekordergebnis.

19.27 Uhr: Nun steht es fest: Die 1048 Läufer haben insgesamt 15 524 Runden im Stadion absolviert. Das ist neuer Rekord. „Es ist ein Betrag von 25 971,50 Euro zusammengekommen“, erzählt Organisatorin Ursula Kührig. Damit sind die Veranstalter sehr zufrieden. „Nun hoffen wir, dass die Sponsoren zu ihrem Wort stehen und das Geld auch überweisen“, ergänzt sie. Besonders beeindruckt haben Ursula Kührig die Kinder, „die zu uns gekommen sind und spontan zehn Euro von ihrem Taschengeld gespendet haben“.
Sie sei außerdem von der Resonanz überwältigt: „Am Anfang denkt man immer, dieser Jahr will keiner mehr mitmachen. Und dann melden sich drei, vier Tage vorher noch so viele Teams an, dass man mit dem Eingeben der Daten kaum hinterher kommt.“ Die Veranstalter blicken auf einen rundum gelungenen Nachmittag zurück und können zum 16. Mal mit dem Gefühl nach Hause gehen, viel Geld für den Verein Sonnenstrahl aus Dresden eingesammelt zu haben.

Unmittelbar nach dem Ende des Spendenlaufes beginnen Englischlehrerin Barbara Schlorke und weitere Helfer mit dem Auszählen der von den Startern gelaufenen Runden. © André Braun

18.15 Uhr: Das ist eine leichte Übung für Englischlehrerin Barbara Schlorke: Sie sitzt an einer der Zählstationen und nimmt die Ergebnisse der Dreierteams entgegen. Je nachdem, wie viel die Sponsoren pro Runden bezahlen, ergibt sich daraus eine Gesamtsumme. Im vergangenen Jahr waren so über 24 000 Euro zusammengekommen.

Mit einem Countdown beendet Moderator Michael Thürer den diejährigen Lauf mit Herz. © André Braun

18.04 Uhr: Der Lauf mit Herz ist Geschichte. Vor wenigen Minuten hat Moderator Michael Thürer den Countdown heruntergezählt und das Rennen beendet. Die Läufer sind erschöpft, aber glücklich. Jetzt werden die Stempel auf den Startnummern gezählt und zusammengerechnet. Bald wird klar sein, wie viel Geld die Teilnehmer erlaufen haben.

Emely aus der 11. Klasse „stempelt“ Maria Braun aus der Geschwister-Scholl-Oberschule Roßwein ab. © André Braun

17.55 Uhr: In den letzten Minuten beim Lauf mit Herz heißt es noch einmal, viele Runden zu sammeln. Emely aus der 11. Klasse „stempelt“ Maria Braun aus der Geschwister-Scholl-Oberschule Roßwein ab. Am Ende werden die Stempel gezählt und die Runden zusammengerechnet. Der Lauf mit Herz ist ein Gemeinschaftsprojekt, bei dem viele Lehrer und Schüler des Lessing-Gymnasiums mithelfen.

Alle Hände voll zu tun haben Sarah und ihre Mitstreiter der Versorgungsstation. © André Braun

17.38 Uhr: An der Versorgungsstation haben Sarah und ihre Mitstreiter alle Hände voll zu tun, weil die Läufer so durstig sind.

Über 1000 Starter beteiligen sich am 16. Döbelner Spendenlauf. © André Braun

17.20 Uhr: Ein Drittel der Laufzeit ist geschafft. Bei den Läufern auf der Strecke scheint es noch keine Ermüdungserscheinungen zu geben.

Matthias Poch, Geschäftsführer des Döbelner Anzeigers, und Schulleiter Michael Höhme starten den Lauf mit Herz. © André Braun

17 Uhr: Matthias Poch, Geschäftsführer des Döbelner Anzeigers, und Schulleiter Michael Höhme haben den Lauf mit Herz gestartet. Es ist wieder mal ein Lauf der Superlative. Mit 353 Teams und 1048 Teilnehmern ist ein neuer Rekord aufgestellt. Es laufen Menschen vom Kleinkind bis zum Senior, aktive Läufer und einige behinderte Menschen. Auch Flüchtlinge haben sich in die Teams eingereiht.

17 Uhr: Matthias Poch, Geschäftsführer des Döbelner Anzeigers, und Schulleiter Michael Höhme haben den Lauf mit Herz gestartet. Es ist wieder mal ein Lauf der Superlative. Mit 353 Teams und 1048 Teilnehmern ist ein neuer Rekord aufgestellt. Es laufen Menschen vom Kleinkind bis zum Senior, aktive Läufer und einige behinderte Menschen. Auch Flüchtlinge haben sich in die Teams eingereiht.

Kurz vor dem Start: Die Teilnehmer des 16. Spendenlaufes tanzen sich warm. © André Braun

16.45 Uhr: Neuigkeiten aus Döbelns Partnerstadt Vyskov hat Moderator Michael Thürer verkündet. Dort startet um 17 Uhr parallel ein Spendenlauf. Die Partnerschule hatte die Idee vom Lessing-Gymnasium übernommen. Für den Spendenlauf haben sich 70 Teams angemeldet. Da es in Vyskov erst der zweite ist, sei das ein hervorragendes Ergebnis, so Thürer. Die Organisatoren beider Schulen seien ständig per Internet in Verbindung.

Die Chefs des Pflegedienstes Brambor haben eine Spende von 1000 Euro an den Verein Sonnenstrahl übergeben. Der Pflegedienst beteiligt sich zudem mit 40 Mitarbeitern an dem Lauf und spendet einen Euro pro gelaufene Runde. Außerdem werden von ihm zwei Teams der 9. Klasse der Oberschule am Holländer gesponsert. © André Braun

16.25 Uhr: Um 17 Uhr beginnt der Lauf mit Herz im Stadion am Bürgergarten in Döbeln. Vor den Anmeldetischen bilden sich lange Schlangen. Viele Dreierteams wollen Spenden für den Dresdner Verein Sonnenstrahl erlaufen. Das Lessing-Gymnasium als Ausrichter des Laufs ist stark vertreten. Bei Sieglinde Kastner, Lehrerin am Lessing-Gymnasium, haben sich Alyah, Emely und Sarah aus der Klasse 7c für den Lauf angemeldet.

Hier gibt es die Startnummern für die Teilnehmer des 16. Laufes mit Herz. © André Braun

15 Uhr: In Kürze fällt der Startschuss für den 16. Lauf mit Herz im Stadion Bürgergarten in Döbeln. Um 15.30 Uhr beginnt die Ausgabe der Startnummern. Mehr als 170 Teams haben sich bereits in die Starterlisten eingetragen. Kurzentschlossene können sich noch bis etwa eine halbe Stunde vor Rennbeginn anmelden. Der Startschuss fällt um 17 Uhr.

Döbelner Anzeiger
30.04.2016


Und hier noch ein Video aus dem Stadion:


© Dietmar Thomas


Über 1000 Menschen rennen in Döbeln für krebskranke Kinder

Zum 16. Lauf mit Herz waren am Freitag bei besten Wetter 1048 Läufer an den Start gegangen. Die Einnahmen des größten Spendenlaufes in Mittelsachsen kommen dem Dresdner Verein Sonnenstrahl zugute, der sich um krebskranke Kinder kümmert.

Der diesjährige „Lauf mit Herz“ war wieder ein Rekord-Ereignis. 1048 Läufer rannten am Freitag im Stadion am Bürgergarten insgesamt 15 524 Runden. Zusammengenommen ergibt das eine Strecke von rund 6210 Kilometern. Im vergangenen Jahr waren es mit 14 662 Runden 200 Kilometer weniger.

„Wir jagen hier keinen Rekorden hinterher, sondern freuen uns, wenn wir das Niveau halten können“, sagte Michael Höhme, Direktor des Döbelner Lessing-Gymnasiums, das auch den 16. Spendenlauf zugunsten krebskranker Kinder organisiert hatte. Was die Höhe der Spendensumme angeht, hat der „Lauf mit Herz“ das Niveau mehr als gehalten: Knapp 26 000 Euro brachte der Benefizsport ein.

Massenstart: Über 1000 Läufer zeigten viel Herz und liefen im Stadion am Bürgergarten für einen guten Zweck – den Verein „Sonnenstrahl“, der krebskranken Kindern hilft. Quelle: Sven Bartsch

Nicht nur in Döbeln drehten die Läufer für einen guten Zweck ihre Runden. Auch in der Döbelner Partnerstadt Vyškov in Südmähren (Tschechische Republik) gab es einen „Lauf mit Herz“. Der Döbelner Spendenlauf ist zu einem Exportschlager geworden. In Vyškov organisiert das dortige Gymnasium, die Partnerschule des LGD, den „Lauf mit Herz“, dessen Einnahmen ebenfalls krebskranken Kindern zugute kommen. Während das in Döbeln eingenommene Spendengeld zum Dresdner Verein „Sonnenstrahl“ fließt, profitiert vom Spendenlauf in Südmähren ebenfalls ein Verein, der sich in Brno um krebskranke Kinder kümmert. Das alles weiß Schulleiter Michael Höhme, der im vergangenen Jahr in Vyškov mitgelaufen ist. Am Freitag hatte er seine Lehrerkollegin Ivetta Hoferova angerufen und sich erkundigt, wie der „Lauf mit Herz“ in Vyškov gelaufen ist: 60 000 Tschechische Kronen hat der eingespielt, was nach aktuellem Wechselkurs rund 2 220 Euro sind.

Gelebte Städte- und Schulpartnerschaft: Fotoimpressionen vom "Lauf mit Herz", der zeitgleich zu unserem Lauf in Vyškov stattfand. (Fotos: Ivetta Hoferova)

Unter den über tausend Döbelner Läufern war auch Stephanie Meier. Die Sozialarbeiterin hatte sich dem Team vom Autohaus Ertl angeschlossen. „Ich bin 17 Runden gerannt. Es waren viele viele Leute“, berichtete sie. Es gehört bei ihr zur guten Tradition, am Lauf mit Herz teilzunehmen. Unter den 353 Teams waren elf vom „Sonnenstrahl“-Verein. Carsten Schmidt aus Dresden hat für ein solches Team 16 Runden geschrubbt, sein dreijähriger Sohn Max eine und seine achtjährige Tochter zwei.

Neben 16 Schulen, wie dem LGD, dem Luther-Gymnasium Hartha und der Grundschule Roßwein hatten auch unzählige Firmen und Sportvereine ihre Mannschaften ins Rennen geschickt. Zum Beispiel der Pflegedienst Brambor, die Max Knobloch Nachfolge GmbH und die Beiersdorf AG, um nur einige zu nennen. Für die Döbelner Allgemeine Zeitung schwitzten die Redakteure Stephanie Jankowski und Thomas Sparrer sowie René Helm, der an diesem Tag die Tätowiermaschine gegen die Laufschuhe tauschte. Die DAZ-Läufer legten insgesamt 44 Runden zurück und die Mitarbeiter der Zeitung spendeten insgesamt 40 Euro für den Verein Sonnenstrahl.

Für diesen ist das in Döbeln erlaufene Geld eine wichtige Einnahmequelle. Zumal der Verein eine steigende Anzahl von Krebserkrankungen bei Kindern registriert. „Wir merken das an einer steigenden Nachfrage unserer Angebote“, sagt Antje Herrmann, Geschäftsführerin des Vereins. Der hält nicht nur bestimmte Angebote für die Geschwister von krebskranken Kindern bereit. Auch spezielle Nachsorge-Angebote bietet er an. Für ganz wenig Geld können die Kinder nach der Behandlung ins Aktiv-Camp fahren. „Da geht es darum, die Körperwahrnehmung und das Selbstbewusstsein nach der langen Krankheit zu stärken“, erläutert Antje Herrmann. Sport spielt dabei eine wichtige Rolle, zum Beispiel das Klettern.

Auch Elternwohnungen in der Nähe des Dresdner Universitätsklinikums „Carl Gustav Carus“ bietet der Verein an. „Wir haben von sieben auf neun Wohnungen erhöht“, sagt die Sonnenstrahl-Geschäftsführerin. Seitdem es an der Dresdner Uniklinik die neue Protonenbestrahlung gibt, lassen viele Eltern aus ganz Deutschland ihre Kinder dort behandeln. Und wollen während der Therapie natürlich in der Nähe der kleinen Patienten sein.

Elternwohnung, Geschwister-Projekt, Aktiv-Camp – die vielfältige psychosozialen Arbeit der Sonnenstrahl-Mitarbeiter kostet natürlich Geld. Und ein Großteil davon stammt aus Döbeln.

Döbelner Allgemeine Zeitung
30.04.2016