(Re)Zertifiziert: Gesunde Schule

17.11.2009 LGD bleibt eine „Gesunde Schule"

Döbelner Penne erhält als erstes Gymnasium in Sachsen eine Re-Zertifizierung
Als erstes Gymnasium in Sachsen hat es das Lessing- Gymnasium Döbeln geschafft, das Re-Zertifikat „Gesunde Schule“ zu erhalten. Vor drei Jahren hatte die Döbelner Schule diese Auszeichnung erstmals erhalten.

Freuen sich über die Re-Zertifizierung

des Lessing-Gymnasiums: Schulleiter Matthias Müller, Katrin Niekrawietz und Annekathrin Weber (v.l.). Foto: Lisa Panke


Am Dienstag waren zwei Auditoren und Annekathrin Weber von der Sächsischen Landesvereinigung für Gesundheitsförderung im Gymnasium. Sie hospitierten im fächerverbindenden Unterricht und verschafften sich beim Rundgang einen Eindruck von der Schule. Schließlich ging es ins Gespräch mit Schulleiter Matthias Müller, vier Lehrern, vier Schülern, zwei Elternvertretern, Vertretern der Stadt und des Gesundheitsamtes.

„Für uns ist das Gespräch sehr wichtig. Man kann über die Probleme der Schule sprechen und darüber diskutieren, was man alles geschafft hat“, erklärte Lehrerin Katrin Niekrawietzs. Reserven habe die Schule noch bei der Lehrergesundheit, beim Schulessen und dem Energiesparen. „Das Gesundheits-Audit ist ein Verfahren zur Qualitätssicherung und -entwicklung in Schulen“, sagte Annekathrin Weber. „Mit der Zertifizierung soll eine Anerkennung der bisherigen Aktivitäten zur Gesundheitsförderung in der Schule erfolgen und zu einer Überprüfung und Entwicklung von Verbesserungspotenzialen angeregt werden.“

Das Lessing- Gymnasium hat in den vergangenen Jahren viel gemacht, um das Zertifikat „Gesunde Schule“ zu bekommen. So wurde zum Beispiel ein Trinkbrunnen gebaut. Auch in der Mensa gibt es kostenloses Trinkwasser. Seit 2008 wurde den Schülern Unterricht im Freien durch das „Grüne Klassenzimmer“ ermöglicht, und außerdem ist das Gymnasium eine rauchfreie Schule.

„Insgesamt können wir mit Stolz auf eine positive Entwicklung zurückblicken“, meint Katrin Niekrawietz.

Döbelner Allgemeine Zeitung
Lisa Panke, 19.11.2009


2006

Das Lessing-Gymnasium ist als erstes Gymnasium in Sachsen seit Juli 2006 eine „Gesunde Schule“.
„Ich bin fertig, aber glücklich und stolz“, sagt Lehrerin Katrin Niekrawietz, nachdem sie das Zertifikat entgegen genommen hat. Vorausgegangen war ein Prozedere, das der Zertifizierung des Qualitätsmanagements in einem Unternehmen gleicht.

Das LGD ist seit Juli 2006 "Gesunde Schule"

Annekatrin Weber, Vertreterin der Zertifikationsstelle in Dresden, rechts im Bild, überreicht das begehrte Zertifikat. Foto: Andre Braun, DA

Als gestern Vertreter der Sächsischen Landesvereinigung für Gesundheitsförderung und zwei Lehrerinnen hospitierten und mit Schülern, Lehrern, Schulleitung sowie Schulträger in kollegialen Dialog traten, lag hinter dem Lessing-Gymnasium schon die Selbstbewertung.

„Die Auditoren haben sehr kritisch hinterfragt, warum wir uns manchmal sehr niedrige, manchmal auch hohe Punktzahlen gaben“, erklärt Katrin Niekrawietz. Wenig Punkte gestanden sich Lehrer und Schüler etwa bei der Bewertung des technischen Personals zu. „Die Arbeitsabläufe kennen wir kaum“, so die Begründung. Dagegen schätzten sie die Zusammenarbeit mit Arbeitsgemeinschaften und Vereinen im außerschulischen Bereich als sehr gut ein. Heute nun erlebten die Auditoren keinen ganz normalen Schulalltag. „Bewusst haben wir die Zertifizierung mit unserem Präventionstag kombiniert“, erklärt Katrin Niekrawietz den Auditoren beim Rundgang.

Entspannungsübungen

in der Klasse 5, Foto: LGD

Die Besucher sind nicht nur begeistert von der Vielfalt der Angebote, die von gesunder Ernährung über Bewegung bis hin zu Entspannungsübungen reichen. Die Lessing-Gymnasiasten überraschen die Besucher mit ihrer Höflichkeit und einem guten Schulklima. Ausgesprochen positiv empfinden die Gäste die äußere Gestaltung und erkennen das große Engagement von Lehrern wie Schülern für die Gesundheitsförderung an.

„Kritik gab es aber auch. Unsere Reserven liegen zum Beispiel im Bereich der Ordnung und in den Trinkgewohnheiten“, so Katrin Niekrawietz und erklärt: „Wir wollen neue Projekte in Angriff nehmen. So wünschen wir uns einen Trinkbrunnen und ein grünes Klassenzimmer“.

Doch erst einmal sind alle Beteiligten zu Recht stolz auf den Titel „Gesunde Schule“. „Ohne das engagierte Team, das sich um die Gesundheitsförderung bemüht, wäre das nicht zu schaffen gewesen“, sagt Matthias Müller, der stellvertretende Schulleiter.

Döbelner Anzeiger
Elke Kunze, 13.07.2006

Zertifikat „Gesunde Schule“

  • Das Gesundheits-Audit soll Schulen, die sich seit längerem mit der schulischen Gesundheitsförderung beschäftigen, einen Anhaltspunkt für den erreichten Entwicklungsstand geben.
  • Das Zertifikat gilt für drei Jahre und kann dann erneut erworben werden.
  • In dem ersten Modellversuch haben zehn Schulen in Sachsen die Auditierung beantragt.
  • Entwickelt hat das Gesundheits-Audit die Landesvereinigung für Gesundheit Sachsen-Anhalt.
  • In Sachsen fördert der BKK Landesverband Ost die Zertifizierung.

Das LGD ist "Gesunde Schule", weil:

Sozialkompetenztraining in Klassenstufe 6

Leitung: Frau Dr. Sternberg mit den Schülerstreitschichter des LGD (im Foto hinten)

  • Sportgruppen für Schüler und Lehrer
  • Frühstücks – und Mittagsversorgung mit Wahlmöglichkeiten in freundlicher Umgebung der Mensa
  • Umfangreiche Sportveranstaltungen (z.B. Triothlon, Ballathon, Skilager)
  • Rauchfreie Schule
  • Schüler als ausgebildete Johanniter – Einsatz zu Sportveranstaltungen
  • Intensive Zusammenarbeit mit Eltern (Elternrat, Schulkonferenz, thematische Elternabende)
  • Betätigungsmöglichkeiten außerhalb der Schulzeit und in den Pausen
  • Suchtprävention – Präventionsplan
  • Umweltprojekt mit Partnergymnasium in Unna
  • Zahnvorsorge in Klasse 5 und 6
  • Prüfungsmanagement in Klasse 11
  • Sozialkompetenztraining in Klasse 5
  • ... und einiges mehr