15.05. Gymnasiasten schwitzen in Delf-Prüfung

In Französisch: 60 Schüler legen Sprachzertifikat ab

Prüfung ablegen am Wochenende? Und dann auch noch bei strahlendem Sonnenschein? Und wie! 60 Schüler meldeten sich freiwillig an, um ihre Delf-Prüfung im Fach Französisch abzulegen. Seit mehr als zehn Jahren ist das am Lessing-Gymnasium in Döbeln möglich.
Und nicht nur die Prüflinge selbst sind am Tag des Geschehens mächtig aufgeregt. Auch Daniele Sturm zitterte am Sonnabend mit ihren Schützlingen. 17 Döbelner Schüler bereitete sie im Vorfeld darauf vor.

Zur Delf-Prüfung gehören das Schreiben, das Sprechen, Das Hören sowie das verstehende Lesen der jeweiligen Sprache, in dem Fall Französisch. Drei Muttersprachler bildeten die Jury, die die Schüler bewertete. Angefangen vom Niveau A1 bis hin zu B2 wurden am Sonnabend die entsprechenden Prüfungen abgelegt.
Das Zertifikat der bestandenen Delf-Prüfung wird international anerkannt und bringt für die Schüler auch Vorteile bei der späterem Studiengangwahl. Viel wichtiger sei aber die Erfahrung, die die Schüler so erleben können. „Dann hören sie mal jemand anderen französisch sprechen – neben dem Lehrer oder dem Sprecher der Lernkassette“, weiß Daniele Sturm, die das Fach Französisch am Lessing-Gymnasium in Döbeln lehrt. „Für die persönliche Weiterentwicklung ist das eine ganz tolle Chance.“
Robert Thieme ist einer dieser Schüler, der die Chance ergriffen hat. Der 13-jährige Siebtklässler lernt seit der sechsten Klasse Französisch. Aufgeregt war er vor seiner Prüfung schon, auch wenn er sich gut vorbereitet fühlte.
„Ich habe die AG besucht, in der wir auf die Delf-Prüfung hingearbeitet haben“, sagt er. Seinem Mitschüler Cedric Vogel sah man die Erleichterung nach der mündlichen Prüfung auf jeden Fall an. Die – und da waren sich alle einig – ist nämlich der schwerste Teil der Delf-Prüfung. Dort geht es darum, mit dem Prüfer zu interagieren, ein Gespräch zu führen und damit zu beweisen, dass man die Sprache beherrscht und damit umgehen kann.
Für Lehrerin Daniele Sturm ist der Prüfungstag ein besonderes Erlebnis. Dann sieht sie, was ihre Schüler alles erreichen können. „Die Schule unterstützt unsere Arbeit dahingehend total“, sagt sie weiter. „Ich habe mit Frau Hampel, Herr Greim und Frau Niekrawietz ein super Team, auf das ich zurückgreifen kann.“

Döbelner Allgemeine Zeitung
Stephanie Helm
15.05.2017