12.05. Von der Schulbank in die Arbeitswelt

Auch in diesem Jahr fand am Lessing-Gymnasium in Döbeln für die Klassenstufe 9 das soziale Praktikum statt.

103 Schüler erhielten in 41 verschiedenen Einrichtungen Einblicke in die soziale Arbeit. Gearbeitet wurde in Kindergärten, Pflegeeinrichtungen, Schulen, aber auch im Kloster Buch oder im Klinikum Döbeln. Von Dienstag bis Donnerstag letzter Woche unterstützten die Neuntklässler die Angestellten bei ihrer Tätigkeit. Dabei gab es einige Überraschungen. Viele hatten sich die soziale Arbeit nicht so spannend vorgestellt. Die drei Tage bewiesen das Gegenteil. Zwar war die Arbeit oft anstrengend, besonders in den Kindergärten, doch es war eine besondere Erfahrung. Bemängelt wurde nur, dass das Praktikum zu kurz ist. Begeistert zeigten sich auch wieder die Leiter der Einrichtungen, die Praktikumsplätze angeboten hatten.

Kerstin Heinze beispielsweise, die die naturpädagogische Verantwortung in der „Auterwitzer LebensArt“ innehat, war begeistert von dem Arbeitseifer und der Freude, die die Jugendlichen an den Tag legten. So mancher Erzieher in Kindertagesstätten freute sich über die Unterstützung der Praktikanten. Aber auch in anderen Einrichtungen wurden unsere Schüler mit offenen Armen empfangen: „Er ist sehr flexibel, das klappt sehr gut”, meint einer der beiden Hausmeister des Kinderhauses „Am Holländer“ über André, der dort mit aushalf. Erhard Zaak, der ein Praktikum in Auterwitz absolvierte, erklärte: „Hier würde ich lieber noch drei Tage bleiben.“ Die körperliche Arbeit bot für die Schüler einen guten Ausgleich zum langen Sitzen in der Schule. „Ich möchte neben der Unterstützung der Erzieher auf jeden Fall viel Spaß mit den Kindern haben!“, sagte auch Anna Böhle, die sich für den Praktikumsplatz im Kindergarten „Rößchengrund“ entschieden hatte.

Zwischendurch konnte es passieren, dass einer vom Dokumentationsteam am Praktikumsplatz erschien und ein kurzes Interview mit den Schülern durchführte. Jonas Jäkel, Philipp Hoffmann, Josefine Neudorf-Blochwitz und Chantal Petermann besuchten gemeinsam mit der stellvertretenden Schulleiterin Heike Geißler verschiedene Einrichtungen, um mit Schülern und Betreuern ins Gespräch zu kommen. Anschließend schrieben wir für einen Blog, der auf der LGD-Seite veröffentlicht wird, kleine Texte. Diese sollen an das Praktikum erinnern und die Schüler der kommenden Jahre können sich hier einen Überblick verschaffen.

Frau Geißler, die die Hauptverantwortung für das Praktikum trägt, hatte sich im Vorfeld um die Einsatzorte gekümmert und alle Vorabsprachen mit den Betrieben getroffen. Die Schüler bewarben sich dann bei ihr für zwei Praktikumsplätze. Jeder konnte einen Erst- und Zweitwunsch äußern. Nächstes Jahr werden die jetzigen 8. Klassen diese Tradition fortführen. Die diesjährigen neunten Klassen werden dann ein zweiwöchiges Betriebspraktikum erleben. Vielleicht entscheidet sich dann jemand wieder für seinen sozialen Praktikumsplatz.

Philipp Hoffmann