04.05. Wieder mehr Schüler in den Schulen

Nicht jedes Kind wird jeden Tag Unterricht haben. Präsenztage wechseln mit häuslicher Lernarbeit.

Am 6. Mai beginnt für die sogenannten Vorabschlussklassen wieder die Schule. Die Lindesregierung hat die Corona-Beschränkungen weiter gelockert. Damit starten an den Gymnasien die Schüler der Kurssrufe 11, an den Oberschulen die Neuntklässler und Hauptschüler in den etwas normaleren Alltag. Auch die Viertklassier der Grundschulen dürfen wieder ihren Rucksack packen.
Für alle anderen setzt sich die häusliche Lernarbeit fort. Das Staatsministerium für Kultus bereitet momentan die Stufe 3 vor. In dieser soll es dann auch für die anderen Schüler einen Wechsel zwischen Präsenzzeiten an der Schule und häuslichen Lernzeiten geben.

"Das ist einerseits erfreulich, weil es ein erster Schritt in Richtung Normalität ist. andererseits natürlich eine Herausforderung, weil der Schulstart unter Einhaltung von restriktiven Infektionsschutzmaßnahmen stattfinden wird", sagt Michael Höhme. Schulleiter des Lessing-Cymnasiums Döbeln. Vor jeder Schule steht daher die Aurgabe, die Vorgaben des Ministeriums den unterschiedlichen Gegebenheiten vor Ort anzupassen.
Am Lessing-Cymnasium werden die Elftklässler im 14-tägigen Takt die Schule besuchen. Eine normale Kursstruktur kann es wegen der Hygienemaßnahmen nicht geben. "In der Praxis ist das so geregelt, dass wir die Kurse teilen", so Michael Höhme. So wird ein Teil der Schüler, maßgebend ist der erste Buchstabe des Nachnamens A bis K in einer A-Woche (6. bis 8. Mai. 18. bis 20. Mai usw.), der andere Teil, L bis Z, in einer B-Woche (11. bis 15. Mai. 25. bis 29. Mai usw.) unterrichtet. Die Schüler lernen also im Wechsel eine Woche in der Schule und eine Woche Zuhause. Für die Lehrer bedeutet dies, dass der Stoff kompakt vermittelt werden muss. Die Schüler müssen dann Zuhause den vermittelten Stoff üben, wiederholen und vertiefen.
Über die Zensuren müssten sich Schüler und Eltern keine Sorgen machen. Schulleitung und Lehrern sei bewusst, dass Schülern bei der Bewertung keine Nachteile entstehen sollen. Vorgesehen sei, die Anzahl der Noten im zweiten Kurshalbjahr zu reduzieren. Im Leistungskurs wird noch eine Klausur geschrieben und es sollten in der Regel zwei sonstige Noten erteilt werden. Im Grundkurs wird keine Klausur geschrieben, es werden mindestens zwei sonstige Noten erteilt.

Die Hygieneanforderungen sehen vor. dass sich die Schüler vor Beginn des Unterrichts und in der Mittagspause die Hände mit Seife waschen und desinfizieren müssen. Im Haupt- und im Kunstgebäude dürfe nur jeweils eine Person die Toilette betreten, im naturwissenschaftlichen Gebäude nur drei Personen. Zum Schutz vor einer möglichen Übertragung werden die Eingangstüren, die äußeren Türen der Toiletten und die Türen der Unterrichtsräume nicht geschlossen, damit keine Türklinken berührt werden müssen. [...]

Döbelner Anzeiger
Dagmar Doms-Berger
04.05.2020