05.03. Ab an die Penne: Gymnasien stellen sich vor

Stressbälle in Döbeln und Roboter in Hartha:
Die Gymnasien der Region Döbeln zeigten sich am Sonnabend und stellten ihre Aktivitäten vor. Viele Eltern nutzten die Gelegenheit, um ihre Kinder anzumelden.

Zehn Kilo Sand hat die Schulsozialarbeiterin vertan. Gemeinsam mit dem Schülerrat der Körnerplatzschule hat Susann Gasse die feinen Körner in Luftballons gefüllt und als Stress-Bälle verteilt. Denn dort war am Sonnabend Tag der offenen Tür. Die Außenstelle des Lessing-Gymnasiums (LGD) zeigte sich den künftigen Pennälern. „Das Interesse ist sehr groß. Schon bei den Schnupperstunden war das so“, sagt Schulleiterin Heike Geißler. Etliche Ganztagsangebote stellten sich vor, es gibt am LGD über 30 Stück. Darunter Flugzeugmodellbau, dessen Arbeitsgemeinschaft sich am Sonnabend in der Körnerplatzschule präsentierte. Das üppige Sprachprofil lernten die angehenden Gymnasiasten ebenfalls kennen: Russisch, Englisch, Spanisch, Französisch und Latein können die Schüler am LGD lernen. Und neben den vielen geistigen Eindrücken gab es auch die dinglichen in Form der Anti-Stress-Bälle vom Schülerrat.

Schüler helfen Schülern

Dabei soll das Konzept der Körnerplatzschule den Übergang von der Grundschule zum Gymnasium möglichst stressfrei gestalten. „Wir haben hier das Klassenzimmerprinzip“, verdeutlicht Außenstellleiterin Uta Richter, wie dieser sanfte Übergang aussieht. Etwa 200 Fünft- und Sechstklässler lernen am Körnerplatz. Dazu kommen noch 23 Kinder in der Spezialklasse „Deutsch als Zweitsprache“. In dieser lernen die Kinder aus dem Ausland Deutsch, die mit ihren Familien nach Döbeln gekommen sind. Wie Uta Richter und Heike Geißler sagen, funktioniert das sehr gut und es ist bemerkenswert, wie schnell manche Schüler sehr gut Deutsch lernen.
Stolz ist Uta Richter auf ihre Schülerlotsen. Diese Fünftklässler führten die künftigen Pennäler durch das Schulhaus. „Das können die Schüler doch mitunter viel besser erklären, als wir“, sagt die Außenstellen-Leiterin. Freiwillig und ohne Murren absolvierten die Schüler den Besucherdienst am Sonnabend. Über 70 neue Anmeldungen für das Gymnasium nahm die Sekretärin zum Tag der offenen Tür an der Außenstelle des LGD entgegen.

VON DIRK WURZEL
DAZ 05.03.18

Diese Blüten nahmen die Besucher der Außenstelle des Lessing-Gymnasiums Döbeln am Körnerplatz unter die Lupe. Foto: Sven Bartsch

Die Qual mit der Schulwahl
Bis 9. März müssen sich die Viertklässler für ihre künftige Schule entscheiden. Die Älteren wecken ihre Neugier darauf.
Von Helene Krause

Kinder und Erwachsene drängen sich auf den Gängen und Treppen, schauen in Klassenzimmer und Fachkabinette. Zum Tag der offenen Tür der beiden Gymnasien Hartha und Döbeln sowie der Oberschulen Waldheim, Leisnig und Roßwein sind Eltern und Schüler eingeladen. Sie können sich über Lern- und Freizeitangebote informieren. Auch werden Schülerarbeiten aus den Arbeitsgemeinschaften vorgestellt.

Stefan Bernhardt und Tochter Elena aus Döbeln schauen sich im Lessinggymnasium in der Körnerplatzschule das Russisch-Fachkabinett an. „Wir haben uns schon in der Oberschule Döbeln Nord auch der in Hartha umgesehen“, sagt Bernhardt. „Elena hat zwar die Bildungsempfehlung für das Gymnasium, aber dem Kind soll es in der Schule gefallen. Auch nach der sechsten Klasse kann sie noch auf das Gymnasium wechseln.“

Ein besonderes Angebot für die zukünftigen Lessing-Gymnasiasten ist der bilinguale Unterricht. Dabei werden Fächer wie Biologie, Musik, Geschichte und Geografie in einem Zeitraum von zehn Wochen komplett in Englisch unterrichtet. Das Angebot ist wählbar.

DA 05.03.18

Lehrerin Katrin Berge zeigt Elena und Lilly im Russischkabinett der Körnerplatzschule eine Matroschka. Dietmar Thomas

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