29.03. Ein Herz zum Abschied

Die Schüler des Lessing-Gymnasiums formen eine Liebeserklärung an ihren Kunsterzieher

Von Jens Hoyer
Es hatte noch gar nicht zur Frühstückspause geklingelt, da sickerten schon die ersten Teilnehmer auf dem Schulhof ein. Beim Flashmob treffen sich Menschen scheinbar zufällig, um verrückte Dinge zu tun. Allerdings sind die immer abgesprochen. „Wir sind im Religionsunterricht auf die Idee gekommen“, sagt Celine Elfert aus der 10. Klasse, die den Flashmob mit einigen Mitschülern organisiert. „Schnell mal in die Herzform stellen“, ruft sie den Schülern zu. Auf dem Boden ist ein großes Herz aufgemalt, dass sich schnell füllt. Die Menschengruppe wird noch mit einem goldenen Folienband verpackt. Dann wird Kunsterzieher Claus Vejrazka ans Fenster geholt.

Ihm gilt der Menschenauflauf an seinem letzten Arbeitstag. Mit 65 Jahren geht er in Rente. Seit 1992 hatte Vejrazka am Lessing-Gymnasium unterrichtet. Die Schüler formen eine letzte Liebeserklärung. „Das ist der erste Flashmob an unserer Schule. Ich finde das gut“, sagte die stellvertretende Schulleiterin Heike Geißler. Die Schüler winken mit Claus-Vejrazka-Fähnchen. „Ihr Scheinheiligen! Hättet ihr nur so gejubelt, wenn ich in die Klasse kam“, ruft Vejrazka lachend seinen Schülern zu.

DA 29.03.18

An seinem letzten Arbeitstag formten die Schüler ein Herz.
An seinem letzten Arbeitstag formten die Schüler ein Herz.
Mit einem Flashmob verabschiedet
Mit einem Flashmob verabschiedet

Bilder: J. Hoyer

Bilder: H. Geißler