21.06. Drogen zerstören dein Leben

Wider die Sucht - Präventionsprojekt für die Jahrgangsstufe 10

Am Dienstagmittag, dem 18.06., versammelten sich die Schüler der 10. Klassen in der Aula für eine besondere Veranstaltung. Zum mittlerweile 3. Mal fand ein Präventionsnachmittag der Friedrich-Ebert-Stiftung Leipzig am Lessing-Gymnasium Döbeln statt. Die Schüler wurden über den Missbrauch von Drogen, vor allem Cannabis und Crystal Meth, aufgeklärt.
Die Vortragenden zeigten viele Sichtweisen zur Problematik auf, denn sowohl die SPD-Landtagsabgeordnete Simone Lang, der Leiter der Polizei Döbeln Andree Wagner, als auch der Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie Sven Kaanen, Leiter der Heidehofklinik, und einer seiner Entzugspatienten kamen zu Wort.

Referententeam des Präventionsnachmittags


Das Ziel der Veranstaltung war die Aufklärung und Schaffung von Bewusstsein für das Thema – um auch im jungen Alter unter dem Motto Prävention durch Information weitere Lebenskompetenzen bei Kindern und Jugendlichen zu schulen.
Rauschgift sei auch in Döbeln sehr präsent, teilte der Polizeileiter mit. Im Jahr 2018 betrug die Zahl der festgestellten Drogenmissbräuche 199. Ebenso seien auch auf dem kürzlich stattgefundenen Stadtfest viele Fälle des Drogenmissbrauchs, vor allem hinsichtlich Cannabis, festgestellt worden. Cannabis ist dabei manchmal nur das Sprungbrett in die weitere Drogenkarriere, welche teilweise im Alter von 14-16 Jahren beginnt. Bei Cannabisblüten mit 5-6 € pro Gramm fängt es an. Wenn dieser Kick nicht mehr ausreicht, kommen mit 19-20 Jahren dann 70 € pro Gramm für Crystal hinzu. Sowohl für den einzelnen Abhängigen als auch den Staat sind diese illegalen Drogen sehr teuer, weil immense Kosten für Entzug und Nachsorge notwendig seien.
Doch nicht nur der Geldbeutel leidet unter dem abhängigen Konsum, auch die Gesundheit der Betroffenen. Neben starker psychischer Abhängigkeit steigt das Risiko für Schlaganfall und Herzinfarkt.
Besonders überraschend war, dass wir cannabisähnliche Verbindungen im Körper haben. So brauchen wir Cannabidiol für unser Gedächtnis und zum Lernen. Dieser Stoff wird allerdings vom Körper selbst hergestellt und muss so nicht zusätzlich zugeführt werden.


Es ist leicht in die Szene der Drogen hineinzugeraten, aber umso schwieriger ist es aber, selbst wieder herauszukommen. Deshalb ist es wichtig, sich rechtzeitig professionelle Hilfe zu suchen. Dies erklärte auch der Suchtpatient. Der 39-Jährige erzählte seine persönliche emotionale Geschichte, wie er zu den Drogen kam und diese sein Leben zerstört haben, bis er sich schließlich Hilfe in einer Klinik suchte.

Schlussendlich entscheidet jeder selbst, muss sich aber der Konsequenzen bewusst sein.