02.07. Stippvisite auf dem Auenhof Lützschera

Schüler des LK Biologie informieren sich über ökologische Landwirtschaft

„Es ist billiger den Planeten jetzt zu schützen, als ihn später zu reparieren.“ Jose Manuel Barroso

Wer denkt schon darüber nach, ob vielleicht die teuren Bio-Tomaten besser sind als die günstigen Tomaten aus konventionellem Anbau? Sicherlich nur wenige. Doch der Biologie Leistungskurs Klasse 11 erfuhr auf der Exkursion zum Auenhof, wie wichtig es ist, nicht nur auf den Preis von Gemüse und Obst zu schauen.


Der Tag begann mit der Besichtigung des Gemüseanbaus in Lützschera. Dabei erfuhren wir, dass der Anbau nur mit Tomatenpflanzen begonnen hat. Heute wird eine Vielfalt von Gemüse und Obst angebaut. Uns wurden auch landwirtschaftliche Geräte und einige Gewächshäuser gezeigt.
Bei der weiteren Besichtigung des Auenhofes war es besonders interessant zu sehen, wie sich ökologischer Anbau vom konventionellen Anbau unterscheidet. Anstatt chemischen Dünger nutzt man hier Silage und Terra Preta, um dem Boden Nährstoffe zu verleihen. Auch auf Pestizide wird verzichtet, denn Insekten werden zur Schädlingsbekämpfung eingesetzt.
Natürlich bedeutet ökologischer Anbau gleichzeitig mehr Arbeit. So wird Unkraut (sogenannte Beikräuter) noch mit Handarbeit entfernt.
Am Rand von Feldern werden Bäume und andere Pflanzen zum Windschutz angebaut. Diese sorgen gleichzeitig für gute Durchlüftung, hohe Wasserkapazität des Bodens und schaffen Lebensraum für Tiere. Konventioneller Anbau führt hingegen zur Verdichtung des Bodens.
Doch nicht nur der Natur würden wir mit ökologischem Anbau etwas Gutes tun, sondern auch uns selbst, berichtete der Besitzer des Auenhofes, Herr Leipacher. So löst ökologischer Anbau im Gegensatz zu konventionellem Anbau keine Allergien und „Schlammlawinen“ von den Feldern aus.
Passend zu dem oft stark diskutierten zu hohen Kohlenstoffdioxid-Gehalt der Atmosphäre erzählte uns Herr Leipacher, dass Kohlenstoffdioxid in Form von Humus in den Boden eingelagert werden kann. Dies sei mit ökologischer Landwirtschaft möglich und wird in Lützschera schon betrieben. Doch leider werden Biobauernhöfe politisch kaum gefördert.
Nach vielen neuen Erkenntnissen durften wir mit Kostproben die Qualität des Gemüses selbst testen.

Sicherlich konnte der eine oder andere vom ökologischen Anbau überzeugt werden und schaut nicht nur auf den Preis des Gemüses, sondern auch auf die Nachhaltigkeit des Anbaus.
Wir alle können damit einen Teil dazu beitragen unseren Planeten zu schützen, um ihn später nicht reparieren zu müssen.

Alexa Rauscher