09.02. Volle Schule Freitagabend am Körnerplatz

Tag der offenen Tür am Gymnasium

Riesenandrang gestern Abend in der Schule am Körnerplatz. Die Lehrer und Schüler der Außenstelle des Lessing-Gymnasiums hatten zum ersten Mal an einem Freitag die Türen für angehende Fünftklässler und deren Eltern geöffnet. Sonst war dieser umfassende Einblick in all das, was die Bildungseinrichtung zu bieten hat, immer an einem Sonnabend gewährt worden. „Wir wollten es mal so probieren. Zuvor hatte es positive Rückmeldungen von Eltern und Kollegen für diesen Termin gegeben“, sagte Schulleiter Michael Höhme.

Tabea Marschner (l.) aus Roßwein will bald ans Döbelner Gymnasium gehen. Mit Freundin Hannah Weist schnupperte sie im wahren Wortsinn im Chemie-Kabinett. Foto: O. Büchel


Die Resonanz ließ nicht zu wünschen übrig, wie schon zuvor bei den beiden Schnupperstunden für Viertklässler, die sich am Körnerplatz den Fremdsprachen und am Hauptstandort den Naturwissenschaften widmeten. Jeweils 90 Kinder waren da gekommen.

„Mir haben die Knobelaufgaben im Mathezimmer gut gefallen“, sagt Lucy Joelle, die sich mit Mutter Cathleen Wetzig in ihrer künftigen Schule umschaute. Noch geht das Mädchen in die Grundschule Großbauchlitz. Lucy findet es gut, dass sie zur Fünften an die Körnerplatzschule wechseln kann, die nicht gleich so riesig ist. Ihre große Schwester, Lilly Marleen, ist Abiturientin am Lessing-Gymnasium und war gestern auch da – als Chemie-Assistentin.

Gut kam zudem an, das Mädchen und Jungen der fünften Klassen als Schülerlotsen die Gäste durchs Haus und zu den verschiedenen Stationen führten. Derzeit gibt es am Körnerplatz vier fünfte Klassen. Zusammen mit den Sechstklässlern lernen rund 200 Gymnasiasten an dem Standort. Hinzu kommen 40 Kinder in den Klassen für Deutsch als Zweitsprache.

Döbelner Allgemeine Zeitung
Olaf Büchel
09.02.2019

Schülerlotsen aus den 5. Klassen führten die interessierten Viertklässler durch ihre Schule.


Blick ins neue Schulleben

Das Lessing-Gymnasium hatte zum Tag der offenen Tür geladen.

Volles Haus in der Körnerplatzschule. Beim Tag der offenen Tür des Gymnasiums am Freitag drängten sich die Menschen. Eltern informierten sich über Unterricht und Angebote. Die künftigen Fünftklässler schauten im Chemieraum, wie es pufft und stinkt, oder im Biozimmer durchs Mikroskop. Im Französischkabinett dufteten frische Crêpes und im Musikzimmer setzte sich Viertklässler Johann spontan ans Klavier, um die Ballade pour Adeline aus dem Gedächtnis herunterzuspielen.

„Wir probieren dieses Mal ein neues Format aus“, sagte Schulleiter Michael Höhme. Zum ersten Mal hatte das Gymnasium seinen Tag der offenen Tür auf einen Freitagnachmittag gelegt. Anmeldungen waren dieses Mal nicht sofort möglich, weil es die Bildungsempfehlungen erst am Ende des Halbjahres gibt.

Ab dem neuen Schuljahr wird es Änderungen der sogenannten Stundentafel geben. Bei einigen Fächern werden die Unterrichtsstunden eingekürzt. „Man will die Stundenzahl an das angleichen, was in anderen Bundesländern Usus ist“, sagte Höhme. Neu sind dann auch Stunden für selbst organisiertes Lernen und für individuelle Förderung. Damit können die Schulen dann eigenständig bestimmte Fächer stärken.

Döbelner Anzeiger
Jens Hoyer
09.02.19

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