18.08. Schlau, schlauer, smarte Schule

Das Lessing-Gymnasium Döbeln ist ein Leuchtturm für digitales Lernen.

Ob in Klassenräumen, Wohnzimmern, Maschinenhallen oder Chefetagen - Algorithmen und künstliche Intelligenz bestimmen zunehmend den Alltag. Das Lessing-Gymnasium Döbeln gehört zu den Schulen, die ihren Schülern das nötige Rüstzeug dafür geben. Smart School darf sich das Lessing-Gymnasium jetzt nennen. Die Auszeichnung erhielt das Gymnasium von Bitkom - dem Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien - am 26. Juni für seine Vorreiterrolle in der Anwendung der digitalen Medien im normalen Schulalltag. 16 Schulen aus dem Bundesgebiet haben in diesem Jahr die Auszeichnung erhalten -das Lessing-Gymnasium ist die einzige Schule aus Mitteldeutschland und aus dem Osten (außer Berlin).

Ursula Kührig und Tommy Greim bei der Verleihung des Titels "Smart School" am 26.06.18 in Berlin

Den Titel haben Ursula Kührig, Fachleiterin für Naturwissenschaften, Deutschlehrer Tommy Greim und Informatiklehrerin Sylvia Risse sowie das gesamte Lehrerkollegium möglich gemacht. So wurden gemeinsam neue Wege des Lernens beschritten und damit echte Pionierarbeit für die digitale Zukunft geleistet. Im Lessing-Gymnasium Döbeln wird Bildung in neuer Form und mit digitalen Hilfsmitteln umgesetzt. Viele Klassenräume sind mit sogenannten Smartboards ausgerüstet. Zudem verfügt die Schule neben den Computerkabinetten über 32 Tabletcomputer, die für Projekte im Unterricht verwendet werden. Die Stadt Döbeln als Schulträger will über seinen Vermögenshaushalt weitere zehn Geräte finanzieren, so dass dann mit den 42 Tablets zwei Klassen digital arbeiten können. Im Gymnasium gibt es auch Wlan für den kabellosen Zugang zum Internet.

Mit dem Titel „Smart School" geht die Arbeit für das Lessing-Gymnasium erst richtig los. Der Verband Bitkom und seine Mitglieder möchten ein breites Netzwerk an Smart Schools in Deutschland aufbauen, um Erfahrungen weiter zu geben und um aus Fehlern zu lernen.

Am 31. August findet die Bitkom-Konferenz zum Thema „Bildung im digitalen Zeitalter - Perspektiven für Schulen in Sachsen" in Döbeln am Gymnasium statt.
Für die Schüler erhöhen sich mit den digitalen Hilfsmitteln der Anreiz und der Spaß am Lernen. „Für mich ist diese Entwicklung kein Grund zur Sorge, denn eigentlich wird damit nur deutlich, was Technik ist: ein Hilfsmittel für jeden von uns", so Ursula Kührig. Es gehe darum, das Verständnis für die digitale Lebenswelt zu lehren. „Wenn wir diese Kompetenzen vermitteln, können wir uns auf eine Generation mit mündigen Anwendern und kreativen Erfindern freuen", so die Lehrerin weiter. Dafür müsse aber die Bildungspolitik mitziehen, und für die technische Ausrüstung der Schulen und für die Weiterbildung der Lehrer sorgen. Das Gymnasium hat mit der Stadt Döbeln einen engagierten Schulträger, aber andere können dies oft nicht leisten.

D. Doms-Berger
"Döbelner Anzeiger"
Beilage „Döbeln. Meine Region. Mitten in Sachsen“
18.08.18