Schulgeschichte

Auf dieser Seite haben wir einige Eckdaten aus der Schulgeschichte zusammengestellt. Anfass- und erlebbar werden die Jahreszahlen und Höhepunkte in unserem Schulmuseum. Einen Eindruck vermitteln schon die verschiedenen Bezeichnungen der Schule. Aber auch alle bisherigen Rektoren finden Sie hier. Ein umfangreicher Abriss der Schulgeschichte ist in der 1994 erschienenen "Festschrift zum 125-jährigen Jubiläum des Döbelner Gymnasiums" nachzulesen.

2013-2015

Haupthaus der Schule wird modernisiert: Neues Dach, neue Fenster, Sandsteinsanierung und neue Farbe an der Fassade - von außen kann sich das Hauptgebäude des Gymnasiums seit 2014 wieder sehen lassen. Nach der energetischen Sanierung der Außenhülle erfolgt die Innensanierung. Insgesamt kosten die Baumaßnahmen deutlich über 4 Mio. Euro. --> mehr

2013

Soziales Engagement: Erstmals absolvieren die Neuntklässler der Schule ein soziales Praktikum. Drei Tage lang unterstützen sie Kindergärten, Pflegeheime und Krankenhäuser. --> mehr

2012

Begegnungen zwischen Nachbarn: Die Základní škola in Ústí nad Labem wird Partnerschule des Gymnasiums. Erste Projekte zwischen der tschechischen Schule und dem Lessing-Gymnasium starten. --> mehr

September 2010

Neuer Kunsttempel

Altes Laborgebäude wird zum Kunsttempel: Im neuen Musentempel des Lessing-Gymnasiums Döbeln ist nun wieder offiziell Leben eingezogen. Nach zehn Monaten Bauzeit ist der Umbau und die Sanierung des 1905 eingeweihten Gebäudes abgeschlossen. --> mehr

August 2010

Körnerplatzschule

Körnerplatzschule wird Gymnasium: Ab August 2010 wird die Schule nun als Außenstelle des Lessing-Gymnasiums genutzt. Dort werden die Fünft- und Sechstklässler unterrichtet. --> mehr

August 2010

Europaschule

Europaschule in Sachsen: In der Aula des Gymnasiums überreichen Sachsens Kultusminister Roland Wöller (CDU) sowie Justiz- und Europaminister Jürgen Martens (FDP) das begehrte Gütesiegel. --> mehr

2009

Jahrbuch 2009

Personen und Projekte: Erstmals seit 1941 gibt die Schule wieder ein Jahrbuch heraus. Es enthält einen Rückblick auf die letzten beiden Schuljahre. Aller zwei Jahre soll zukünftig ein Jahrbuch erscheinen. --> mehr

März 2008

Externe Evaluation

Jetzt ist es amtlich: Im Abschlussbericht der ersten externen Evaluation des Lessing-Gymnasiums erhält die Schule sehr gute und gute Noten für 35 von 40 Kriterien. --> mehr

Dezember 2006

3. Hauptbuch

Seltene Tradition: Lückenlos sind im sogenannten "Hauptbuch" alle Schülerinnen und Schüler, die jemals diese Schule besuchten, aufgeführt. Im Dezember 2006 wurde das dritte Buch begonnen --> mehr

Juli 2006

Gesunde Schule

Schulische Gesundheitsförderung hat bei uns einen hohen Stellenwert: Das Lessing-Gymnasium unterzieht sich einem Gesundheits-Audit und erhält als erstes Gymnasium in Sachsen das Zertifikat „Gesunde Schule“. -->mehr

2004

Bilingualer Unterricht

Von Döbeln in die Welt: Die erste Klasse mit bilingualer Ausbildung geht an den Start. Nach dem Vorbereitungsunterricht in den Klassen 5 und 6 folgt ab Klasse 7 in ausgewählten Modulen Fachunterricht in englischer Sprache.

Oktober 2003

SoRSmC

Initiativen werden gewürdigt: Als 176. Schule in Deutschland und 13. Schule in Sachsen wird dem Gymnasium 2003 der Titel "Schule ohne Rassismus, Schule mit Courage" verliehen.

11. Juli 2003

Gebäude II

Ein Gymnasium – ein Standort: Von 1992 - 2003 dient die Schule in Döbeln-Ost als Außenstelle des Gymnasiums. Ab dem Schuljahr 2003/2004 können infolge rückläufiger Schülerzahlen wieder alle am Hauptstandort unterrichtet werden. --> mehr

2002

Döbeln trifft Evron

Partner im Westen: Der Schüleraustausch mit dem Sacré-Coeur-Collège in Evron (Frankreich) beginnt. Damit profitieren alle drei modernen Fremdsprachen, die am Lessing-Gymnasium gelehrt werden, von Schulpartnerschaften.

Herbst 2001

Schulmuseum

Eröffnung des Schul- und Vereinsmuseums: Im Hauptgebäude befindet sich eine wahre Fundgrube. Erinnerungen an Schulzeiten, die bis 1869 zurückreichen, wurden im Schulmuseum liebevoll aufgearbeitet. --> mehr

Mai 2001

Partner in Moskau

Partner im Osten: Der jährliche Austausch mit dem Moskauer Gymnasium 1543 hält den Russischunterricht am Gymnasium lebendig und läuft bis 2012.

07. Juli 2000

Schule mit Idee

Schule mit Idee: 250 Schulen hatten sich beworben, die 30 besten Projekte wurden ausgezeichnet. Das Lessing-Gymnasium Döbeln erhält vom Sächsischen Staatsministerium für Kultus den Titel "Schule mit Idee" für den Fächerübergreifenden Wahlgrundkurs "Jüdische Geschichte und Kultur". -->mehr

Mai 2000

Lauf mit Herz

Schule mit Herz: Als Triothlon wird der 1. "Lauf mit Herz" gestartet. Mittlerweile ist dieser der größte Spendenlauf in der Region Döbeln. Seit Jahren wird der Dresdner Verein „Sonnenstrahl e.V.“ unterstützt, der krebskranken Kindern und deren Familien hilft. -->mehr

Juli 1998

Schulbibliothek

Eröffnung der Schulbibliothek: Die Stadt Döbeln finanziert Regale und Computer. Viele Ehemalige unterstützen die Schule mit Bücherspenden.

Herbst 1997

Schulhof

Campus komplett: Pflasterung des Hofes und Fertigstellung des Außengeländes am Hauptstandort

April 1997

"Elisabeth"

Theaterbegeisterte Schüler setzen Maßstäbe: Ein großartiger Erfolg wird die Deutschlandpremiere des Musicals „Elisabeth“ durch Döbelner Gymnasiasten im ausverkauften Theater.

1995-1996

Mensa

Übergabe der neuen Stadtsporthalle mit Mensa: Gleich im Anschluss wird der Grundstein für den Bau der Dreifachturnhalle mit Mensa gelegt. Die Übergabe erfolgt Ende des Jahres 1996. Durch die 12,5 Mio. DM teure Halle verbessern sich die Bedingungen für den Sportunterricht deutlich.

1993-1995

Naturwiss. Gebäude

Naturwissenschaftlichen Erweiterungsbaus: 1993 werden die alte Turnhalle und das Gartenhaus abgerissen. Angrenzend an die Thielestraße wird der Grundstein für einen naturwissenschaftlichen Erweiterungsbau gelegt. Nach 15monatiger Bauzeit wird dieser 1995 übergeben. Das alte Laborgebäude hat ausgedient. Die Fächern Physik, Biologie, Chemie und Mathematik erhalten ein 9,5 Mio. teures Gebäude, in dem die Naturwissenschaften zeitgemäß unterrichtet werden können.

1994

Neues Denkmal

125-jähriges Jubiläum: Die Schule begeht mit einer Festwoche ihren runden Geburtstag. Besonderer Höhepunkt ist dabei die Einweihung eines neuen Denkmals, dessen Inschrift in der Folge sehr umstritten ist.

1993

Hallenfußballturnier

Sportliche Herausforderung: Erstmals findet das Mittelsächsische Hallenfußballturnier der Gymnasien statt. In den folgenden Jahren wird die Sportveranstaltung eine Tradition mit überregionaler Ausstrahlung. Das LGD gewinnt 2005, 2006, 2007, 2014 und 2015 den Pokal.

1993

Lessing-Band

Gründung der Lessing-Band: In den nächsten Jahren entwickelte die sich zu einer der erfolgreichsten Schülerformationen Sachsens. 1998 und 2000 räumte sie beim Schülerbandwettbewerb "Soundcheck" jeweils den ersten Preis ab.

1993

Partner in Seattle

Beginn der Schulpartnerschaft mit Seattle: 15 Jahre bestand zwischen dem Lessing-Gymnasium und der Seattle Preparatory School (USA) ein enger Austausch mit regelmäßigen Besuchen. --> mehr

1. August 1992

Schild am Hauptportal

Aus der EOS wird wieder ein Gymnasium: Das "G.-E.-Lessing-Gymnasium Döbeln" ist wieder ein voll ausgebautes Gymnasium mit den Klassenstufen 5 bis 12.
Der Unterricht der Klassenstufen 5 bis 8 erfolgt in der ehemaligen POS "W.I. Lenin" in Döbeln-Ost, die nun als Außenstelle des Gymnasiums geführt wird. Die Klassenstufen 8 bis 12 lernen am Hauptstandort in der Straße des Friedens. Im Schuljahr 1993/94 besuchen 1399 Schüler das Lessing-Gymnasium. So viele waren es davor und auch danach nicht mehr.

14. März 1991

Neugründung Verein

Neugründung des Vereins ehemaliger Schüler als "Verein ehemaliger Realgymnasiasten und Lessing-Oberschüler Döbeln" e.V. Der Verein wurde in den Folgejahren zum Traditions- und Förderverein des Gymnasiums weiterentwickelt. --> mehr

1990

Schulpartnerschaft Unna

Erste Reformen nach der Wende: Wiedereinrichtung der Klassenstufen 9 und 10 und umfangreiche inhaltliche und strukturelle Veränderungen (u.a. Einführung des Kurssystems); Feierstunde anlässlich der Vereinigung Deutschlands am 3. Oktober 1990; Erste Kontakte zum Geschwister-Scholl-Gymnasium Unna

1989/90

Musical "Hair"

Erste Reformen nach der „Friedlichen Revolution“:
Die Klassenstufen 9 und 10 werden wieder einführt und es kommt zu umfangreichen inhaltlichen und strukturellen Veränderungen (u.a. Einführung des Kurssystems).
Anlässlich der Vereinigung Deutschlands am 3. Oktober 1990 wird eine Feierstunde durchgeführt. Passend dazu entstehen erste Kontakte zum Geschwister-Scholl-Gymnasium Unna. Ein Jahr darauf gastiert die neue Partnerschule mit dem Musical „Hair“ in Döbeln.

1987

Borchert-Projekt

Borchert-Projekt: 16 Schüler der 12. Klasse stellten ein besonderes Theaterstück auf die Beine - das Borchert-Projekt. Im April wurde es in der Aula, am 3. August 1987 im Döbelner Theater aufgeführt. Der Saal war bis auf den letzten Platz ausverkauft. --> mehr

1984

EOS Waldheim

Von der vier- zur zweijährigen EOS-Zeit: Ab 1984 wechseln die künftigen Abiturienten erst nach dem Abschluss der 10. Klasse der POS auf die EOS und besuchen sie nur noch zwei Jahre. In diesem Zusammenhang wird die "Erweiterte Fučik-Oberschule Waldheim" aufgelöst. Die Erweiterte Lessing-Oberschule ist fortan die einzige EOS im Kreis Döbeln.

1978

GST-Ausbildung

„Kalter Krieg“ bestimmt immer mehr den schulischen Alltag: Wehrkundeunterricht und vormilitärische Ausbildung im Rahmen der GST (Gesell. f. Sport und Technik) werden verpflichtende Ausbildungsbestandteile.

1977

Greif-Ehrenhain

Heinrich-Greif-Gedenkstätte: Anlässlich der 9. Wissenschaftstage an der Erweiterten Lessingoberschule findet die Übergabe des Heinrich-Greif-Ehrenhaines auf dem Schulgelände statt. Der 1946 verstorbene kommunistische Schauspieler besuchte vor Jahrzehnten die Bildungseinrichtung.

1976/77

Schülerklubraum

Keller wird zum Leben erweckt: Im Südflügel wird ein Schülerklubraum eingerichtet. Hier steigt so manche unterhaltsame Klassenfete.

1969

Gedenkmedaille 1969

Feiern zum 100-jährigen Schuljubiläum: Eine offizielle Veranstaltung findet im Kreiskulturhaus Döbeln statt. Ehemalige Döbelner Gymnasiasten in der Bundesrepublik feiern in Frankfurt/Main im "Palmengarten". Es erscheinen zwei Festschriften, eine in der DDR, eine in der BRD. Eine Gedenkmedaille wird geprägt. -->mehr

1967

WPA

Noch eine Reform: Die parallele Berufsausbildung wird an der EOS aus dem Programm genommen und nur noch in speziellen, mit Abitur abschließenden Berufsausbildungsklassen der Lehrbetriebe weitergeführt. In der Folge wird in den Klassen 11 und 12 der EOS das Fach „Wissenschaftlich-praktische Arbeit“ (WPA) eingeführt.

1965

Russisch-Olympiade

Russischunterricht auf Erfolgskurs: Ein neues phonetisches Kabinett eröffnet Raum für innovative Methoden im Fremdsprachen- insbesondere im Russischunterricht.
Annerose Probsthain, Schülerin einer Klasse mit erweitertem Russisch-Unterricht, wird Republiksiegerin bei der Russisch-Olympiade in Berlin

1962

Abiturienten mit Berufsabschluss: Einige Jahre lang ist der Besuch der EOS mit einer Berufsausbildung gekoppelt. Mit dem Schuljahr 1966/67 wird dieses System wieder abgeschafft.

1959

Aus Oberschulen werden Erweiterte Oberschulen: Die "Erweiterte Lessing-Oberschule Döbeln" bietet den A-Zweig als neusprachliche Vertiefung für moderne Fremdsprachen mit erweitertem Russisch-Unterricht und den B-Zweig als mathematisch-naturwissenschaftliche Vertiefung an.

1958

Produktive Arbeit

Einführung des polytechnischen Unterrichtes: Aufgegliedert in die Fächer ESP (Einführung in die sozialistische Produktion) und UTP (Unterrichtstag in der Produktion) wollte man die Verbindung zwischen Schule und Arbeitswelt stärken.

1950/51

Internatszimmer

Internat erleichtert Schulbesuch: Um entsprechende Unterbringungsmöglichkeiten für auswärtige Schüler mit ungünstiger Verkehrsanbindung zu schaffen, kommt es zu räumlichen Veränderungen im Erdgeschoss des Haushauses. Zeitweise wohnen bis zu 50 Schüler im Internat, die durch eine eigene Küche versorgt werden.

1953

Fahnenappell

Schule und sozialistischer Jugendverband FDJ eng verzahnt: 1950 gehörten schon 89% der Schüler der Freien Deutschen Jugend an. Ein Jahr später wird zur Begrüßung der Schüler am Beginn der Stunde der Gruß „Freundschaft“ verordnet. Appelle der FDJ-Grundorganisation auf dem Schulhof gehören zum Alltag.

1949

Max braucht Wasser

Ein neuer Staat sucht Aufbauhelfer: Im Jahr der Gründung der DDR hoffen viele noch auf eine demokratische Schule, die für alle offen ist. Die Schüler der zwölften Klassen folgen dem Ruf „Max braucht Wasser“ und nehmen am Bau der Wasserleitung für das Stahl- und Walzwerk „Maxhütte“ im thüringischen Unterwellenborn teil. --> mehr...

1948

Cover Textbuch

Theater-Erfolg: Schüler der elften Klassen schrieben das Lustspiel „Göttliche Komödie“ , studierten es ein und führten es mit viel Erfolg zum Mulusball im großen Saal der Gaststätte „Goldene Sonne“ auf. Eine Kopie des Textbuches befindet sich im Schularchiv.

10. Oktober 1947

Max Aßmann

Umbenennung der Schule in "Lessing-Oberschule" (Bitte beachten Sie auch die Liste der Schulnamen.): Der Namensvorschlag geht auf Max Aßmann zurück, der nach dem Krieg als Lateinlehrer an die Schule kam (1946-54). Auf dem Foto rechts ist eine Eigenart von Max Aßmann gut erkennbar. Er nahm nie auf dem damals noch vorhandenen Podest, sondern immer in der ersten Schülerbank Platz.

Mai/Juni 1946

Neue Bildungsziele, neue Schulstruktur: Das Gesetz zur Demokratisierung der deutschen Schule ist die rechtliche Basis der Umformung des Schulsystems in der Sowjetischen Besatzungszone (SBZ). Eine auf acht Jahre ausgelegte Einheitsschule nach sowjetischem Vorbild wird für alle Schüler verbindlich. Das gegliederte Schulsystem war damit abgeschafft. Als weiterführende Schule wird die Oberschule eingerichtet, die in vier Jahren zur Hochschulreife führt.

1945

Neubeginn in der SBZ

Neubeginn unter sowjetischer Regie: Am 02. Oktober wird der Unterricht wieder aufgenommen. Fast alle ehemaligen Lehrer werden im Rahmen der Entnazifizierung entlassen und ab 1946 durch Neulehrer ersetzt. Der "Verein ehemaliger Schüler“ wird verboten.

1944/45

Gottfried Thierbach

75jähriges Schuljubiläum: Wegen des Krieges finden keine Feierlichkeiten statt. Im letzten Jahr des Krieges lernen 523 Schüler die Schule (350 Jungen, 173 Mädchen).
Prominente Schülerin:
Vom 24.02.1944-31.08.1945 besucht Hannelore Renner aus Leipzig die Schule (Hauptbuch-Nr. 6642). Sie wurde später die Ehefrau des Bundeskanzlers Helmut Kohl.
Fürchterliche Bilanz:
Mindestens 210 namentlich bekannte ehemalige Schüler sterben im Zweiten Weltkrieg. Einer von vielen Gefallenen ist Gottfried Thierbach. Er wurde 29 Jahre alt.

September 1943

Luftwaffenhelfer

Notdienstverpflichtet: Schüler der 6. und 7. Klassen (das wären die heutigen 10. und 11. Klassen) werden als Luftwaffenhelfer nach Berlin notdienstverpflichtet. Die in Döbeln verbliebenen Schüler werden als Helfer beim Bahnhofsdienst eingesetzt.
Ein geordneter Unterricht ist kaum noch möglich. An- und Abmeldungen standen auf der Tagesordnung. Die letzte Neuaufnahme wird am 12.04.1945 registriert.

ab 1939

Der Zweite Weltkrieg beginnt – Unterricht ist nur noch eingeschränkt möglich: 1941 melden sich erste Schüler freiwillig zum Kriegsdienst und absolvieren ein Notabitur bzw. erhalten den Reifevermerk. Die Durchführung des Unterrichts ist nur noch mit Einschränkungen möglich.
Rektor und acht Lehrer sind im Heeresdienst, längere Krankheiten der Lehrkräfte führen zu erheblichen Ausfällen.
Der Schuljahresbeginn wird von Ostern auf August/September gelegt.
Im November 1942 müssen 42 Jungen aus Mönchengladbach im Rahmen der Kinderlandverschickung im Schulgebäude untergebracht werden. Sie erhalten auch Unterricht.

1939

Erste Lehrerin

Die erste Lehrerin beginnt ihren Dienst: Von April 1939 bis September 1945 unterrichtet Frau Maria Götz als Mitglied des Lehrerkollegiums Nadelarbeiten und Haushaltungslehre.

1938 / 1940

Broschüre über die Landwirtschaftsschule

Neuer Name, neue Prioritäten: Die Schule wird 1938 in "Staatliche Oberschule für Jungen und Staatliche Höhere Landwirtschaftsschule zu Döbeln" umbenannt.
1940 wird nach 62 Jahren die Landwirtschaftsschule in Döbeln aufgelöst. Ihre Geschichte wird in einer 197 Seiten starken Broschüre aufgearbeitet.

Mai 1938

Die Glasbergs

Relegation der letzten beiden jüdischen Schüler: Ruth und Max Glasberg müssen die Schule verlassen, weil sie jüdischer Herkunft sind --> mehr
Die Schule wird in "Staatliche Oberschule für Jungen und Staatliche Höhere Landwirtschaftsschule zu Döbeln" umbenannt. Die Zensurenskala wurde von 1-4 auf 1-6 erweitert.

1935

Hitlerjugend

Schule und Hitlerjugend: Seit 1935 wird massiv für den Eintritt in die NS-Jugendorganisation geworben. 1936 war die Schülerschaft fast durchgängig in der Hitlerjugend organisiert. Bei Schulausflügen ist das Tragen der Uniform keine Seltenheit.

1933

Appell vor dem Hauptportal

Machtergreifung mit Folgen: Trotz der nationalsozialistischen Gleichschaltungspolitik versuchen viele Lehrer ihren Schülern humanistische Werte zu vermitteln. Das wird aber von Jahr zu Jahr schwerer. Immer mehr prägt die nationalsozialistische Ideologie die Bildungspolitik und auch den Schulalltag.
Wochenappelle finden in der Aula, auf dem Schulhof oder vor dem Hauptportal statt. Hier werden politische Reden gehalten, die Gleichschaltung der Schule schreitet voran.

1929

Aufführung des Oratoriums "Judas Maccabäus": Das Werk Händels wurde am 05.07.1929 unter der Leitung von Studienrat Schaller mit Schulchor und Schulorchester in der Aula aufgeführt.

seit 1927

Forschungs- und Studienreisen: Von 1927 - 1934 unternahmen Schülergruppen regelmäßig Exkursionen ins Erzgebirge, ins Vogtland, in die Sächsisch-böhmische Schweiz, in die Lausitz, ins Iser- und Riesengebirge. Sprachlehrer weilten zu Sprachstudien in England, Irland, der französischen Schweiz und in der Provence.

1926

Zahl der Schülerinnen wächst

Schülerinnen werden zur Normalität: Die Aufnahme von Mädchen ist nicht mehr die Ausnahme, sondern die Regel. Auch dadurch wächst die Zahl der Schülerinnen und Schüler auf insgesamt 606.

1919/1920

Sportfest 1925

Es lebe der Sport: 1919 wird ein Turnverein und 1920 ein Verein für Leibesübungen gegründet. Turn-, Spiel- und Sportfeste sind Höhepunkte im Schuljahr und werden teilweise auf dem Schulhof durchgeführt. Sie enden meist mit einem Marsch durch die Stadt.
Erstmals wird ein Elternrat gebildet.

1919

Gefallenendenkmal

50-jähriges Schuljubiläum: Die Feiern finden unter großer Anteilnahme der Bevölkerung statt (1600 Gäste). Vor der Schule wird das von Prof. Hempel aus Dresden entworfene Gefallenendenkmal eingeweiht, das als einziges dieser Art in Döbeln erhalten geblieben ist. Eine Gedenkmedaille und eine Festschrift werden herausgegeben.

1914

Kriegsfreiwillige

Ein Weltkrieg wirft seinen Schatten: Erste Notreifeprüfungen; 12 Mitglieder des Lehrerkollegiums und fast das gesamte Hauspersonal werden zum Kriegsdienst einberufen. Schüler beteiligen sich an Goldsammlungen und zeichnen Kriegsanleihen. Mindestens 177 namentlich bekannte ehemalige Schüler sterben im I. Weltkrieg.

1913

Neu: Schülerinnen

Mädchen am Königlichen Realgymnasium: Schon seit 1904 gibt es einen Ministerialbeschluss, der Mädchen an höheren Schulen zulässt. Else Jochen, geboren am 10. Januar 1894, ist das erste und für mehrere Jahre einzige Mädchen, das in Döbeln ihr Abitur ablegt. --> mehr

1911

Wandertage bilden

Bildung einer Wandervogelgruppe: Die Fahrten führen in die Lüneburger Heide, nach Regensburg und Passau, an die Ostsee und bis nach Ostpreußen.
Die Ortsgruppe besitzt sogar im Striegistal ein Landheim.
Acht Jahre später werden 20 unterrichtsfreie Wander- und Arbeitstage eingerichtet.

1910

Modell des Laboratoriums

Diplom und Goldene Medaille auf der Brüsseler Weltausstellung: Gezeigt wird ein Modell des Laboratoriums, hergestellt von den Schülern Heß, Preßprich, Richter und Zimmer.

1909

Vereinstreffen im Ratskeller

Verein ehemaliger Schüler gegründet: Anlaß hierfür ist das 40-jährige Schuljubiläum. Der Verein hat sofort 275 Mitglieder. Eine überarbeitete Schulordnung und Pensionsordnung erscheint.

1907

Naturwiss. Kabinett

Teilung der Primen: Die Schüler werden in einen sprachlich-historischen und einen mathematisch-naturwissenschaftlichen Zweig, in a- und b-Klassen, unterteilt.

Im Laborgebäude bestehen für die Naturwissenschaftler besonders gute Lernbedingungen.

1907

Karzerbüchlein

Kostbarkeit der Schulgeschichte: Im Karzerbüchlein von 1907 hinterlassen Schüler, die ihre Schulstrafen im Schul-„Bau" bei Hausmeister Carl Schlichthorn absitzen müssen, Zeichnungen und Einträge. Hermann Schneider hat 2003 die Geschichte des Karzerbüchleins untersucht. --> mehr

1903

Absolventen erhalten die Studienberechtigung für Medizin und Jura: Zunächst ist ein Ergänzungsunterricht in Latein und ein Abschluss mit Note II die Bedingung.

1900

Landwirtschaftsschule ausgezeichnet

Landwirtschaftsschule in Paris ausgezeichnet: Die silberne Medaille auf der Weltausstellung wird für die ausgestellten Einrichtungen und Erzeugnisse verliehen.

1894

Gedenkmedaille 1894

25. Jahrestag der Schulgründung: Es wird die "Freie Vereinigung ehemaliger Schüler" gegründet und eine Erinnerungsmedaille in Silber zum 25-jährigen Schuljubiläum geprägt.

1890

Schülervereine

Gründung von Schülervereinen: Die Gemeinschaft unter Gleichgesinnten wird von vielen Heranwachsenden sehr geschätzt. Man gründet einen Landwirtschaftlichen Verein, einen Gesangsverein für Oberklassen und einen Leseverein für Primaner. 1896 kommen ein Stenografenverein und ein wissenschaftlich-musikalischer Verein hinzu.

1898

Laborgebäude

Langgehegter Wunsch – ein Laboratorium wird gebaut: Hier können ab 1899 die physikalischen und chemischen Kabinette und eine Werkstatt für den Handwerksunterricht Einzug halten.
Versuchsfelder für die Landwirtschaftsklassen erfüllen wichtige Bildungsaufgaben: Sie liefern Material für den Unterricht im Pflanzenbau und stehen für Anbau- und Düngeversuche zur Verfügung. Zwölf Beete werden südlich vom Laborgebäude angelegt. --> Blättern Sie im Fotoalbum!

1884

Schüler vor Pension

Erhebung der Schule in den Rang eines "Königlichen Realgymnasiums mit Landwirtschaftsschule": In 9 Klassen lernen 145 Gymnasiasten und 58 Landwirtschaftsschüler. Der Eintritt wird nun bereits nach beendetem 9. Lebensjahr möglich.
Auswärtige Schüler werden in Pensionen, z. B. in der Albertstraße, in der Straße des Friedens oder in der Zwingerstraße, untergebracht. Wohnung, Kost, Aufsicht und Pflege sind genau in einer Pensionsordnung geregelt.

1878

Königliche Realschule I. Ordnung und Landwirtschaftsschule: Die Schule erhält den Status einer Landwirtschaftsschule und wird somit zur Doppelanstalt, damals einmalig in Sachsen und Thüringen.

1875

Schülermütze

Mit Stolz getragen: Die Farbe der Schülermützen ändert sich von blau zu gold-rot-gold.
Die Schule verfügt ab 1889 weiterhin über eine Schulfahne, 1890 wird die Fahnenschleife und Prunkschärpe gestiftet sowie von den Abiturienten die goldenen Fahnennägel.
Am 12. Juni besucht der sächsischen König Albert die Schule.

1874

Die ersten Abiturienten

Die ersten Abiturienten: Fünf Schüler absolvieren erfolgreich die „Maturitätsprüfung“ (v.l.n.r.: Thiergen, Schöpke, Rost, Hippe, Größler).

1874

Grundriss Schulgelände

Errichtung weiterer Nebengebäude: Auf dem Schulgelände wird ein weiteres Haus errichtet. In diesem befinden sich eine Gärtnerwohnung, ein landwirtschaftliches Laboratorium mit Tenne, ein Zimmer für Sämereien, Feldmessgeräte und ein Raum zur Zubereitung von Wein. In einem offenen Schuppen sind landwirtschaftliche Maschinen und Ackergeräte untergebracht.

Die Realschule I. Ordnung wird achtjährig.

1873

Schulball

Regelung für schulische Vergnügungen: Diese legt einen jährlichen Schulball für die oberen Klassen zwischen 08.-11. Dezember fest. Der erste Ball findet 1874 statt.

1872

Turnhalle 1872

In Betrieb bis 1993

Neue Gebäude, neue Ausbildungsmöglichkeiten: Viele Landwirte, z.B. aus der Lommatzscher Pflege, wünschen sich Ausbildungsmöglichkeiten für ihre Kinder. Auch deshalb wird eine „Landwirtschaftlichen Abteilung“ eröffnet.
Fertigstellung der Turnhalle, die mit allen notwendigen Geräten ausgestattet ist.

18. April 1871

Hauptgebäude 1871

Eröffnung der Schule: Das neue Gebäude am "Weg zur Haltestelle", der ab 1875 als Königstraße ausgebaut wird, wird seiner Bestimmung übergeben.
An der Königlichen Realschule I. Ordnung werden 180 Schüler unterrichtet.

1870

Richtfest 1870

Staatliches Schulgebäude auf städtischem Grund: Die Stadt Döbeln stellt ein Grundstück von 3,24 ha zum Kaufpreis von 15 080 Talern und 5000 Taler für einen Baufond zur Verfügung. Zügig schreiten die Arbeiten voran, bald schon wird Richtfest gefeiert.

12. April 1869

Erster Rektor

Beginn des Schulbetriebs: 91 Schülern in Sexta, Quinta, Quarta und 5 Lehrern steht als erster Rektor Prof. Dr. Stößner aus Annaberg vor. Der Unterricht findet in der ebenfalls neu erbauten Bürgerschule auf dem Schloßberg statt, da am zukünftigen Standort noch gebaut wird. Die Schulzeit beträgt 7 Jahre. --> mehr

27.10.1868

Beschluss des Sächsischen Cultusministeriums: Döbeln erhält die Zustimmung zum Bau einer „Königlichen Realschule I. Ordnung mit landwirtschaftlicher Abteilung“.

Körnerplatzschule

Hauptgebäude Straße des Friedens 9

Lessing EOS - Fotos aus den 80er Jahren